Touristische Hinweise vermisst

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Was auf Steinheims Sehenswürdigkeit hinweist, bleibt Offenbach bislang verwehrt.

Offenbach - An Deutschlands Fernstraßen wird inzwischen mit allerlei Pfunden gewuchert; dem französischen Beispiel folgend weisen seit einigen Jahren in Braun gehaltene Schilder auf Sehenswürdigkeiten oder Landschaften hin – in der Region etwa an der A3 auf Heusenstamms Barockbauten oder an der B 45 auf die Steinheimer Altstadt.

Und für Offenbach? Fehlanzeige am Autobahnrand. Wo doch etwa das laut Kunstexperten schönste Renaissance-Schloss nördlich der Alpen beworben werden könnte. Oder der Wetterpark, Leder- oder Klingspormuseum, Schloss Rumpenheim...

Offenbach-Post-Leser Georg Diederichs ist einer, der dem Mangel an „Touristischen Hinweistafeln“ gern abhelfen möchte. Der Oberbürgermeister hat ihm geantwortet: Die Aufstellung liege leider nicht in der Zuständigkeit der Stadt, sondern in der des Landes, bedauert Horst Schneider. Offenbach habe bereits zwei Anläufe wegen des Wetterparks unternommen, sei aber immer an der Behörde Hessen mobil gescheitert. Dennoch solle das städtische Planungsamt nochmals prüfen, ob sich aufgrund aktueller Richtlinien ein neuer Antrag lohnen würde. Auch die SPD ist auf Diederichs Seite. Die Stadtverordnete Ulla Peppler will Aufstellung und Finanzierung („Enger Spielraum wegen angespannter Haushaltssituation“) prüfen lassen.

Für solche Tafeln werden Kosten von 6000 Euro pro Stück aufgerufen, die von der Stadt zu tragen wären. In anderen Regionen zahlen Tourismuszentralen. 

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tk

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