Offenbach über Häme verärgert

Offenbach (tk) - Schlechte Witze übers Autofahren und die Kickers. Keine angenehmen Tage fürs Offenbacher Selbstbewusstsein: In einem Boulevardblatt wärmte der Frankfurter CDU-Fraktionsvorsitzende am Mittwoch alte Witze über angeblich mangelhafte Fahrkünste in der Nachbarstadt auf.

Im Privatsender FFH durfte gestern ein Jogi-Löw-Imitator bekannte Vorurteile mit Häme über die Pokalniederlage der Kickers verbinden. In der „Bild“-Rubrik „Was ich an Frankfurt hasse“ erklärte Römer-Christdemokrat Helmut Heuser, „dass die Offenbacher bei Regen nicht Auto fahren können und unsere (also die Frankfurter) Straßen blockieren“.

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Das hat zu einem parteiinternen Streit geführt, den die Nachrichtenagentur dpa als „bizarr“ bezeichnet. Offenbachs CDU-Fraktionschef Peter Freier schießt öffentlich zurück. Beleidigend und verletzend sei die Aussage Heusers. Dessen Spruch sei nicht mal ansatzweise lustig. „Auch wer im gut gepolsterten Römersessel sitzt, sollte einen klaren Blick behalten“, meint Freier, der Offenbacher Oberbürgermeister werden will.  

Die Aussage zeige, wie einige Frankfurter leider immer noch in uralten Denkstrukturen verhaftet seien. Der „bekennende Flughafen-Lobbyist Heuser“ solle sich überlegen, welche Lasten Offenbach trage, von denen gerade Frankfurt profitiere. Empört zeigen sich auch etliche Offenbacher Radiohörer: In der Comedy-Reihe „Frühstück mit Jogi“ ließ Hitradio FFH gestern früh Offenbach unter anderem als „Döner-Hochburg“ und sozialen Abgrund schmähen. „Offenbach ist raus“ hieß der Beitrag.

Rubriklistenbild: © Bardewyk / Pixelio.de

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