Am Marktplatz

Umbau des City-Centers in Offenbach startet: Geschäfte und Hotel stehen fest

Neustart ohne B-Ebene: So soll das runderneuerte City-Center in Offenbach aussehen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 geplant.
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Neustart ohne B-Ebene: So soll das runderneuerte City-Center in Offenbach aussehen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 geplant.

Gleich nach Ostern soll der Umbau des City-Centers am Marktplatz in Offenbach losgehen.

  • Der Betonstummel am Marktplatz kommt weg
  • Das City-Center in Offenbach wird runderneuert
  • Sanierung und Umbau sollen bald beginnen

Offenbach – Gemessen an den Hürden, die es bei den Planungen zum Neubau-Projekt anstelle des ehemaligen Toys-Gebäudes zu überwinden galt, läuft es auf der anderen Seite der Berliner Straße in Offenbach nahezu reibungslos: Gleich nach Ostern soll der Umbau des City-Centers losgehen.

„Der Bauantrag liegt seit zwei Wochen vor, starten werden wir mit der Baustellen-Einrichtung auf der B-Ebene“, erläutern die Investoren Michael Dietrich und René Rudolph. Zu den ersten Baumaßnahmen gehört die Aufstockung des östlichen Gebäudeteils am Salzgässchen von vier auf sechs Etagen. Die Immobilie wächst zudem im zweiten Obergeschoss nach Norden und Westen (Berliner Straße/ Marktplatz) um etwas mehr als zwei Meter.

Sanierung von City-Center am Marktplatz in Offenbach: Lange war unklar, wer den Abbruch zahlt

Danach ist der Innenausbau dran, es folgen die Erneuerung der Fassade und als einer der letzten Schritte der Abriss des größten Balkons von Offenbach, des traurigen Restes der B-Ebene.

Nachdem lange offen war, wer die Kosten für den auf rund 300 .000 Euro geschätzten Abbruch des Betonstummels trägt, ist mittlerweile klar: „Den Abriss übernehmen wir“, so Dietrich. Das Investoren-Duo steckt eigenen Angaben zufolge insgesamt mehr als zehn Millionen Euro in Sanierung und Umbau der stadtbildprägenden Immobilie City-Center. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2022 geplant.

Ebenso wie das Toys-Gebäude gehört das City-Center zum architektonischen Sündenfall der 70er-Jahre, bei dem der spätere Pleite-Investor Karl-Heinz Reese Offenbachs Innenstadt unter anderem die B-Ebene bescherte. Dietrich und Rudolph hatten das Center 2017 aus dem Bestand des Frankfurter Immobilienkönigs Josef Buchmann erworben.

Offenbach-Marktplatz: Das City-Center bekommt ein Hotel

Ab der zweiten Etage wird das kernsanierte Gebäude künftig ein Achat-Hotel beherbergen, die Spielhalle wandert vom Erdgeschoss in den ersten Stock und erhält einen separaten Zugang, an ihrem derzeitigen Standort soll Gastronomie einziehen. Der Hähnchenbrater KFC und die übrigen Geschäfte bleiben in ihren Räumen.

Die Planungen insbesondere zur Optik und zur Aufstockung des Gebäudes nach Osten sind auch das Ergebnis von Beratungen des auf Beschluss des Stadtparlaments eingesetzten temporären Gestaltungsbeirats der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen. Das angerufene Gremium hatte im April des vergangenen Jahres seine Zustimmung zu den Entwürfen der Investoren gegeben, nachdem man im Stadtplanungsamt gezögert hatte.

Offenbach: Abriss der B-Ebene und neues City-Center werten Stadt enorm auf

Mit dem Abriss des Restes der B-Ebene wird der Platz vor dem runderneuerte Center, der zugleich das Entrée vom S-Bahn-Halt Marktplatz in die Stadt ist, enorm aufgewertet. „Es wäre sinnvoll, im Zuge des Marktplatz-Umbaus auch diesen öffentlichen Platz neu zu gestalten“, sagt Michael Dietrich.

Das bodenständige Investoren-Duo Dietrich und Rudolph, der eine aus Offenbach, der andere aus Obertshausen, zeichnet für eine massive Erneuerung der Innenstadt verantwortlich.

Dietrich hat wenige hundert Meter weiter östlich des City-Centers das Wohnbauprojekt „Am Spitzen Eck“ hochgezogen, René Rudolph hat eine ans City-Center angrenzende einstige Schmuddel-Immobilie in ein Boardinghouse umgewandelt. Und beide zusammen stemmen über die WasE Firmengruppe das Mammutprojekt eines Neubaus aus Gewerbe und Wohnen an Stelle des Betonklotzes, in dem einst der Spielzeug-Riese Toys’R’Us und zuvor ein Massa-Kaufhaus angesiedelt waren. Auch dort soll es nach Ostern losgehen.

VON MATTHIAS DAHMER

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