Angrillen im Hafengarten

Warteliste ist derzeit lang

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Entspannt ging es zu beim Angrillen im sonnigen Hafengarten.

Offenbach - Im Hafengarten beginnt die neue Saison, die die Gärtner beim Angrillen begrüßten. Von Sarah Neder 

An die Töpfe, fertig, los! Die Pflanzsaison hat begonnen. Passend zum frühen Wetterhoch trafen sich Gärtner und Freunde des Hafengartens zum gemeinschaftlichen Angrillen und Plaudern, während rundherum die ersten Setzlinge aus der Erde sprießen.

Um es sich künftig vorm ausgebauten Eisenbahnwaggon von der Gartenarbeit zu erholen, haben viele angepackt, Sitzgelegenheiten und Tische aus Europaletten gebaut und darüber Sonnensegel gespannt. „Ziel ist, einen Ort zu schaffen, wo alle zusammenkommen“, so Projektleiterin Alexandra Walker. Der Hafengarten sei so ein Treffpunkt für Vorjahres- und Neugärtner.

In Kooperation mit Muse e. V., Verein für kulturelle Erziehung, lockt Walker mit zahlreichen Angeboten zur Saisoneröffnung in die Großstadtoase. So gibt es beispielsweise eine Samentauschbörse, wo Naturfreunde Stechlinge und Saatgut untereinander tauschen können. „Vom vergangenen Sommer sind allerhand Samen übrig geblieben“, weiß Franka vom Muse e. V. Die Tauschbörse sei also ideal, um kostengünstig neue Pflanzen zu kultivieren.

Neugärtner müssen auf die Warteliste

Kreative Köpfe können zahlreiche Motive mit der Siebdruckpresse auf Stoffe drucken. Sportliche dürfen sich am Jonglieren probieren. Hungrige mögen Salate und Grillgut genießen. Für den Sommer planen Projektleitung und Muse e. V. weitere Veranstaltungen zu Themen wie Vertikalgärtnern oder naturfreundliche Schädlingsbekämpfung.

Wer allerdings Neugärtner werden will, hat zurzeit schlechte Chancen auf einen Platz. „Wir haben eine lange Warteschlange. Es funktioniert nach dem Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, erklärt Walker. Eine fixe Warteliste gebe es nicht. Vor allem wegen des neuen Radwegs hinter dem 11 000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten im entstehenden Hafenviertel seien immer mehr Leute an einer Parzelle interessiert. Sie fahren auf dem Weg zur Arbeit vorbei und bewundern die improvisierten und kreativen Bepflanzungsmöglichkeiten. Doch es besteht Hoffnung: Immer mal wieder sei der eine oder andere Gärtner mit der Größe seines Areals überfordert und biete an, dieses zu teilen. Die Tore des Hafengartens stehen auch Nichtgärtnern immer offen.

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