Hessischer Hitzerekord könnte am Wochenende fallen

Nicht erlaubt: Wasser aus Bächen abpumpen

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Symbolbild

Offenbach - Das Hoch Annelie treibt die Temperaturen derzeit immer weiter in die Höhe. Am Wochenende könnte es in Hessen sogar einen neuen Hitzerekord geben. Eine Belastung für das Ökosystem, weshalb ausdrücklich davor gewarnt wird, Wasser aus Bächen und Flüssen abzupumpen.

Die Hitzewelle bringt hessische Gewässer auf Badetemperatur, ist aber auch eine Belastung für das Ökosystem. Selbst in einem Fließgewässer wie dem Main wurden heute an mehreren Pegeln schon 25 Grad Wassertemperatur und mehr gemessen. Weil die Wasserstände niedrig sind, mahnte der Main-Taunus-Kreis Gartenbesitzer, Gießwasser nicht aus Bächen abzupumpen. „Anlieger sollten das Wasser im Bach lassen“, das für Fische und Krebse unersetzlicher Lebensraum sei. Das Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) in Wiesbaden verwies darauf, dass das maschinelle Abpumpen von Bachwasser eine Ordnungswidrigkeit sei. Für die wechselwarmen Fische sei die höhere Temperatur in vielen Gewässern noch kein Problem, sagte der HLUG-Mitarbeiter. Die Tiere könnten an kühlere Stellen oder in tiefere Wasserschichten ausweichen. Mit steigender Temperatur sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers, weil sich Kleinstlebewesen explosionsartig vermehren. Deshalb sei es früher manchmal zu einem Fischesterben gekommen. Mittlerweile würden Abwässer besser geklärt, das Risiko sei gesunken. In früheren Jahren mussten bei Hitze auch große Kühlwasserverbraucher den Betrieb einschränken. Das betraf zum Beispiel das Atomkraftwerk Biblis am Rhein, das mittlerweile stillliegt.

Hitzerekord wackelt

Mit fallenden Temperaturen ist derweil nicht so schnell zu rechnen. Bis zu 39 Grad erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) morgen in Hessen. Damit wäre der bisherige Landesrekord von 38,7 Grad übertroffen. Dieser Wert war im August 2003 am Frankfurt Flughafen gemessen worden. Der bundesweite Höchstwert liegt bei 40,2 Grad, auch der ist in Gefahr. (dpa)

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