Soziale Frage unserer Zeit

Kommentar: Alarm auf dem Wohnungsmarkt

Da ist zwar guter Rat teuer, aber aussichtslos ist die Lage dann nicht, wenn sich Bauen lohnt. So sucht auch der Chef der Offenbacher Baugesellschaft, Winfried Männche, nach einer Win-win-Situation für alle Beteiligten und bringt dazu konzeptionell sogar die Deutschland-Rente in die Debatte mit ein. Von Frank Pröse

Allein auf den sozialen Wohnungsbau zu setzen und beispielsweise öffentlichen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften bevorzugt günstige Grundstücke zur Verfügung zu stellen, wird die öffentliche Hand jedenfalls überfordern. Der gesamte Wohnungsmarkt muss aktiviert, vor allem muss zur Verringerung des Mietpreisdrucks der Neubau in den Ballungsräumen gezielt gefördert werden. Dazu könnten neben der Abgabe von Grundstücken nach Konzeptqualität anstelle von Höchstpreisen auch ein Stopp bei Steuerpreisspiralen und wirksame Maßnahmen zur Senkung von Baukosten gehören. Zum letzten Punkt liegen ja bereits erste Ergebnisse auf dem Tisch. Außerdem könnten Sonderabschreibungen zur Förderung des Wohnungsneubaus hilfreich sein, weil Mietrechtsverschärfungen zulasten der Wohnungseigentümer derlei Impulse wieder ausbremsen können. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann hat die Antworten auf die soziale Frage des 21. Jahrhunderts so auf den Punkt gebracht: „Wir brauchen mehr bezahlbares Bauland für mehr bezahlbare Wohnungen. Wir brauchen weniger Bürokratie, Auflagen und Regularien, dafür mehr Gründergeist, mehr Unternehmertum und den Willen zur sozialen Gestaltung unserer wachsenden Stadt.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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