Offenbacher Brettspieltage feiern Zweitauflage

Zauber des ersten Zugs

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Offenbach - Jung und Alt mit Brettspielen an einen Tisch bringen und Gelegenheit zum Ausprobieren geben: Das ist Ziel der städtischen Brettspieltage, die am morgigen Freitag in die zweite Runde gehen. Von Eva-Maria Lill 

Die Magie eines ungeöffneten Brettspiels ist wahrlich zauberhaft – das verheißungsvolle Knirschen des Kartons, die Erwartung, das Experimentieren, das Erleben. „Im Handel ist ein Spiel fest verschlossen. Bei uns kann es kostenlos ausprobiert werden“, erklärt Christiane Friedrich von der Frei-religiösen Gemeinde. Mit Stadtjugendring, evangelischer Kirche, Diakoniekirche und Käthe-Kollwitz-Schule organisiert sie die zweiten städtischen Brettspieltage. Los geht’s am Freitag, 21. März, 9 Uhr, im Gemeindehaus (Schillerplatz 1). Der Eintritt ist frei. Zur Stärkung zwischendurch stehen Snacks und Getränke zu kleinen Preisen bereit.

Im vergangenen Jahr zog es mehr als 500 Besucher ins Gemeindehaus. Auch diesmal erwartet Friedrich großen Andrang – nicht nur aus Offenbach. Die Veranstaltung ist Teil der Qualifikationsrunde der Deutschen Brettspielmeisterschaft, einige Turniere werden ausgetragen. Das ganze Wochenende lang dürfen Interessenten ab vier Jahren 650 Spiele ausprobieren – vom einfachen Würfel- oder Kartenspiel bis zum aufwändigen Strategie-Schwergewicht mit hunderten Einzelteilen und romandicker Anleitung. Durchhaltevermögen ist notwendig, denn: „Letztes Jahr saßen wir bis spät in die Nacht da, niemand wollte nach Hause“, erinnert sich Friedrich.

Damit sich Ungeduldige nicht erst einlesen müssen, kommen Spiele-Erklärer von einschlägigen Verlagen. Die Profis sprechen nicht nur individuelle Empfehlungen aus, sie helfen auch bei Fragen. Die Käthe-Kollwitz-Schule schickt zudem eine Klasse zur Kinderbetreuung. Die Spiele stammen größtenteils von den Sammlern Steffen Wallraff und Alexander Pax. Aber auch Verlage senden Exemplare. „Dieses Jahr haben wir zum Beispiel eine große Kugelbahn, an der Jung und Alt spielen können“, erzählt Friedrich. Die Begegnung von Generationen ist der Sozialpädagogin besonders wichtig: „Ich möchte Verbindungen schaffen, verschiedene Menschen an einen Tisch bringen.“

Die besten Partyspiele

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Der generationsübergreifende Spaß sei auch der große Vorteil des analogen Brettspiels gegenüber digitalen Bildschirmwelten: „Vergangenes Jahr hat ein Senior mit einem kleinen Jungen Schach gespielt. So etwas gibt es beim Zocken nicht“, glaubt die 50-jährige Gemeindereferentin. Unterstützt werden die Brettspieltage von Sparkasse, Best-Western-Hotel, Freimaurerischem Wohltätigkeitsverein Carl und Charlotte zur Treue sowie Fraport. Geöffnet ist am Freitag, 21. März, 9 bis 22, am Samstag, 22. März, 12 bis 22 sowie am Sonntag, 23. März, 12 bis 18 Uhr. Für Freitagvormittag können sich Schulklassen unter 069/80080614 anmelden.

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