Andacht am Rathaus

Offenbach ist Charlie

Offenbach - Solidarität, Toleranz, Miteinander: Die Botschaft, die bei der Mahnwache vor dem Offenbacher Rathaus verkündet wird, ist eindeutig. Die SPD hatte zu einer gemeinsamen Kundgebung in Gedenken an die Attentate von Paris geladen.

„Das ist aber kein Ereignis, mit dem man Parteipolitik macht“, legt SPD-Politikerin Gabriele Türmer wert darauf, dass sich auch CDU, Grüne und FDP an der Organisation beteiligt hatten. 

Mehr als 200 Menschen aller Religionen waren erschienen, um ihre Anteilnahme zu zeigen und ein Zeichen zu setzen. „Wir wollen der Opfer gedenken und gegen Terror und Radikalisierung protestieren“, erklärt Teilnehmerin Viola Schwenke.

„Offenbach ist an Vielfalt nicht zu übertreffen“, eröffnet Oberbürgermeister Horst Schneider die Veranstaltung, bei der die drei großen monotheistischen Weltreligionen geschlossen auftreten. Michael Kunze vom katholischen Dekanat Offenbach ermahnt in seinem Gebet zu Frieden und einem friedlichen Miteinander. Mit zwei Totengebeten in hebräischer und arabischer Sprache folgen Rabbiner Mendel Gurewitz und Ahmet Korkmaz, Imam der Moschee des Türkisch-islamischen Kulturvereins DITIB.

"Je suis Charlie": Mahnwache für Opfer in Frankfurt

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„Unsere Religionen haben viele gemeinsame Punkte“, zeigt sich der Imam berührt und Pfarrer Kunze ergänzt: „Man hat gemerkt, dass alle Religionen auf einer Grundlage basieren.“ „Es war wunderschön. Wichtig ist, dass die Botschaft auch in der Schule verbreitet wird“, hofft Mendel Gurewitz auf einen anhaltenden Effekt.

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(stm)

Rubriklistenbild: © Georg

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