Offenbacher gegen Koma-Saufen

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Jugendliche konsumieren immer mehr und immer häufiger Alkohol. Der Verein „Verband für Genuss – gegen Sucht“ kämpft gegen Komasaufen und Flatrate-Trinken. In strikten Verboten sehen die Initiatoren allerdings keine Lösung.

Offenbach ‐ Wenn Alkohol durch die Blutbahnen rauscht und der Bezug zur Realität verloren geht, nennt man das heute Koma-Saufen. Dem sagt der neu gegründete Verein „Verband für Genuss – gegen Sucht“ nun den Kampf an. Von Katharina Skalli

Die Mehrzahl der Patienten mit Alkoholvergiftung sind Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren. 2009 wurden in Hessen über 500 Menschen wegen Alkoholmissbrauch behandelt.

Erst einmal soll ein Netzwerk entstehen

Ehrenamtlich standen sie auf der Bühne und propagierten einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Genau darum geht es dem engagierten Duo. „Verbote bringen gar nichts“, sagt Birgit Sadlowski. In der Vereinszentrale bei der Firma LUX AV-Technik in der Luisenstraße steht das Telefon nicht mehr still. Die einen wollen sich engagieren, die anderen fordern Verbote. Doch der Verein setzt auf Aufklärung und Prävention.

Erst einmal soll ein Netzwerk entstehen. Sadlowski und Diekmann hoffen auf Sportvereine, Politiker und Spezialisten als Kooperationspartner.

Der Verein ist zu erreichen unter Tel. 069 810676. Eine Internetseite ist im Aufbau.

Sie können sich gut vorstellen, dass ehemals Alkoholkranke in Schulklassen von ihren Erfahrungen erzählen oder Ärzte über die drohenden Schäden für Körper und Geist informieren. Mit der Vereinsgründung wollen die Initiatoren eine dauerhafte Einrichtung zur Suchtprävention bei Jugendlichen schaffen.

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