Brückenbauer zwischen den Generationen ausgezeichnet

Offenbacher Initiative holt Citoyenne-Preis

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Moderator Daniel Johé holt bei den Gewinnern Stimmen ein. Der Teilnehmer des Offenbacher Patenschaftsmodells Hasan Butt und sein Pate Wolfgang Christian freuen sich stellvertretend für alle Teilnehmer des Projekts.

Frankfurt - Die Stiftung Citoyen hat das Offenbacher Patenschaftsmodell mit dem Preis Citoyenne ausgezeichnet. In der Frankfurter Bethmann-Bank überreichte deren Niederlassungsleiter Lothar Henning jetzt die Urkunde und das Preisgeld über 5 000 Euro.

Beim diesjährigen Preis waren Brückenbauer zwischen den Generationen aus dem Rhein-Main-Gebiet gesucht. Ehrenamtliche Initiativen, die den Dialog zwischen Jung und Alt fördern, waren aufgefordert, sich zu bewerben. Insgesamt 35 Projekte nahmen teil. Eine neunköpfige Jury lud Vertreter von zehn Initiativen ein. Sieben bekamen Anerkennungspreise über jeweils 250 Euro. Der dritte Preis – dotiert mit 1 500 Euro – ging an Viktor Selmanaj und Ramazan Uzun aus Frankfurt. Ihr Projekt entstand vor dem Hintergrund der Erfahrungen von einem der jungen Männer in der Pflege seiner kranken Oma. Daraus entwickelte sich die Idee, alleinstehende Senioren, die Unterstützung benötigen, mit Jugendlichen zusammenzubringen.

Der zweite Preis mit 3 000 Euro ging an das Frankfurter Goldstein Projekt, das Kindern, Eltern und Großeltern vielfältige Projekte, Kurse und Präventionsprogramme anbietet. Dabei kommen immer wieder Ältere mit Jüngeren zusammen. Offenbach-Post-Herausgeber Dirk Ippen reiste extra aus München an, um diese Preise zu überreichen. Seine Stiftung hatte zusammen mit der Bethmann-Bank das Preisgeld gestiftet. Die Mediengruppe Offenbach-Post fungierte als Medienpartner des Preises. Daher freute sich der Verleger umso mehr, als ein Projekt aus Offenbach den ersten Platz belegte. Beim Offenbacher Patenschaftsmodell unterstützen ehrenamtliche Paten Hauptschüler, um sie für eine Ausbildung oder weiterführende Schule zu qualifizieren. Während vor Einführung des Projektes kaum ein Schüler einen Ausbildungsplatz erhielt oder einen weiterführenden Schulabschluss erreichte, sind es inzwischen fast 90 Prozent.

agk

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