Offenbacher Klinik in der Warteschleife

Offenbach (psh) - Was wird aus den mehr als 230 Mitarbeitern am Klinikum Offenbach, die seit Monaten darauf hoffen, dass sie doch noch ihren Job behalten können? Durch den Wechsel in der Klinikleitung wird die Beantwortung dieser Frage jetzt wohl um einige Monate verzögert.

Das Unternehmen Vivantes hat Anfang des Monats die sogenannte Geschäftsbesorgung der Klinikum Offenbach GmbH für die nächsten sechs Monate übernommen. Und die neue Geschäftsführerin Franziska Mecke-Bilz kündigt nun eine umfassende Untersuchung der wirtschaftlichen Situation des Klinikums an. „Im Rahmen dieser Analyse wird die Notwendigkeit einer Veränderung der Ablauforganisation überprüft. In welchem Umfang eine Stellenreduzierung notwendig sein wird, ist Teil dieser Analyse“, erläuterte sie auf Anfrage unserer Zeitung. Die begonnenen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan würden nach Abschluss der Analysephase - voraussichtlich Ende September - „forciert weiter verfolgt“. Erst danach könnten die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung vorgeschlagen werden.

Die neue Offenbacher Klinikchefin Mecke-Bilz: „Ziel ist es, den erforderlichen Stellenabbau durch Fluktuation weitestgehend zu erreichen. Ob dennoch betriebsbedingte Kündigungen erforderlich sein werden, wird erst im Rahmen der Umsetzung der Maßnahmen und Veränderung der Prozesse entschieden werden können.“

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