Offenbacher Klinikum vor einer Rosskur

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Franziska Mecke-Bilz

Offenbach (psh) ‐ Das Klinikum Offenbach versucht mit drastischen Mitteln, aus den tiefroten Zahlen zu kommen: Interims-Geschäftsführerin Franziska Mecke-Bilz, sie ist beim Berliner Krankenhauskonzern Vivantes angestellt, hat einschneidende Maßnahmen zur Sanierung vorgeschlagen.

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Das Defizit liegt derzeit bei 220 Millionen Euro. Unter anderem sollen 300 Stellen gestrichen werden - davon etwa 70 bis Ende des Jahres. Auch die Schließung einer Station und Organisationsreformen im OP-Bereich werden angestrebt. Darüber schließt sie nicht aus, dass über einen weiteren Gehaltsverzicht der derzeit noch rund 2 700 Beschäftigten als Beitrag zur Sanierung verhandelt wird. Voraussetzung für eine erfolgreiche Sanierung bis 2015 seien zudem: Entschuldung durch die Stadt Offenbach, Umwandlung in eine Besitz- und Betriebsgesellschaft sowie eine Aufstockung des Eigenkapitals.

Nach Aussage von Stadtkämmerer Michael Beseler (SPD) bleiben sechs Monate Zeit, um eine dauerhafte Lösung fürs Überleben des Klinikums zu finden. Dazu müssten auch Gespräche mit dem Land geführt werden. Für 2011 erwartet er ein Minus von 42 Millionen Euro, zehn Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr.

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