Mozart-Elfer setzen auf Musik und Tanz

Augenschmaus statt Büttenrede

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Offenbach - Gelacht wird nicht bei den Mozart-Elfern. Jedenfalls nicht als Reaktion auf traditionelle Büttenreden – die gibt es bei der traditionellen Sitzung des Vereins nämlich nicht. Vielmehr bejubelt das Publikum Musik- und Tanzdarbietungen. Von David Heisig

„Das junge Publikum nimmt Büttenreden nicht mehr so an“, sagt Vereinsfrau Angelika Longerich. Jemand, der viel Zeit in seinen Vortrag investiert, solle auch gehört werden. Das habe bei der Sitzung der Mozart-Elfer jedoch nicht mehr so geklappt. Also habe man andere Schwerpunkte gesetzt und sich dem Augenschmaus verschrieben.

Der beginnt mit der „Ü-50-Putzkolonne“ der Blau-weiß-roten Mozart-Husaren, denen die Tanzmäuse folgen. Die Kleinen hätten im Jahr mehr Auftritte als die Großen, heißt es aus dem Elferrat. Ihr zweiter Auftritt des Abends gilt dann dem Bürgeler Kinderprinzenpaar Donna I. und Maxi mit Hofdame Chiara und Mohr Vanessa, denen sie ganz exklusiv ihren neuen Tanz vorführen. Die Tanzmäuse sind es auch, die für den rührendsten Moment der Sitzung sorgen, als sie sich bei Angelika Longerich „für die Kostüme“ und „für die Musik“ bedanken. Das macht deutlich, wie viel Ehrenamt in einer solchen Veranstaltung steckt.

Ein wahrer Augenschmaus: Jongleur Adriano (oben) ließ Reifen um seinen Körper kreisen und begeisterte mit seinen lasziven Bewegungen das weibliche Publikum. Auch die hauseigene „Ü-50-Putzkolonne“ begeisterte mit ihrer humorvollen Choreographie, ebenso wie Solistin Jasmin Bohlig.

Etwas, das auch die Tänzerinnen der Steckster-Garde Stockstadt kennen dürften. Sie tanzen zur Musik von Fluch der Karibik und haben ein besonderes Schmankerl dabei: Jongleur Adriano. Neben der Tanzgarde Rodheim aus Rosbach-Rodheim nehmen auch der TSC Fantasy Offenbach sowie Gruppen vom SG Haitz aus Gelnhausen den Weg nach Rumpenheim auf sich. Letztere tanzen auf Bundesliga-Niveau und überzeugen im Trio ebenso wie Solistin Elena Agnetelli, die mehrfache deutsche und europäische Meisterin im Gardetanz ist.

Kontakte nach Mainz haben die Mozart-Husaren vergangenes Jahr zu den Meenzer Schoppelern aus Wackenheim geknüpft. Diese treten mit ihrer Spielmannsgruppe und einem Double der Wildecker Herzbuben an. Danach ist das Konzertorchester Offenbach mit einer Shrek-Nummer an der Reihe. Das „Offebach-Hallau“ kommt der etwa 35-köpfigen Musikkapelle Sound of Frankfurt erstaunlich leicht über die Lippen. Sie überzeugt mit brasilianischen Rhythmen, Marschmusik und Hitparaden-Krachern. Die Icebreakers der Offenbacher Stadtgarde tun es ihnen gleich und kontern nicht nur mit flotter Guggemusik, sondern haben auch das Offenbacher Prinzenpaar im Schlepptau.

Mozart-Elfer-Sitzung in Rumpenheim

Mozart-Elfer-Sitzung in Rumpenheim

Auch in der zweiten Hälfte setzt sich fort, was Sitzungspräsident Heinz „Rico“ Longerich zuvor betont hatte: Ohne die Unterstützung anderer Vereine sei ein derartiges Programm nicht auf die Bühne zu stellen. Ob die an der Technik stehende „Bürgergarde“, die „Wellblooe“ aus Schlüchtern, der Radsportverein Wenigumstand aus Großostheim oder die Showtänze der Fidelen Bockemmer aus Frankfurt: „Auswärtige“ haben einen großen Anteil an der Sitzung. Der Stadtgarde und der Tanz- und Playbackgruppe der BWR Mozart-Husaren folgt als Schlusspunkt schließlich Schlagersänger Daniel Silver .

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