Fastenaktion

Offenbacher Pfarreienverbund ruft zu Spenden für Circus Barus auf

Futter für vierbeinige Manegenstars: Das nach dem einstigen Mainzer OB Jockel Fuchs benannte Kamel Jockel freut sich über die Leckereien der Gemeindereferenten Andreas Kaufer-Moreth und Bianca Weinert.
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Futter für vierbeinige Manegenstars: Das nach dem einstigen Mainzer OB Jockel Fuchs benannte Kamel Jockel freut sich über die Leckereien der Gemeindereferenten Andreas Kaufer-Moreth und Bianca Weinert.

Einen Sinn für publikumswirksame Auftritte kann man Zwergziege Amanda attestieren: Kaum, dass Bianca Weinert und Andreas Kaufer-Moreth vom Pfarreienverbund Bieberer Berg dem Circus Barus einen Besuch abstatten, bringt diese überraschend ein Zicklein zur Welt. „Eine neue Offenbacherin“, freut sich Weinert, auch wenn das Geschlecht noch unbekannt ist – Mutter Amanda, selbst zu Beginn der Pandemie in Offenbach geboren, behütet ihren Nachwuchs gut.

Offenbach - „Das kam jetzt überraschend: Wir dachten alle, bei den Pferden stünde im April die nächste Geburt im Zirkus an“, sagt Direktor Marco Frank. Seit Dezember hat der Zirkus sein Quartier auf dem Buchhügel gefunden, in unmittelbarer Nachbarschaft zur katholischen Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit. Unter dem Don-Bosco-Motto „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ ruft der Pfarreienverbund in der Fastenzeit zu Spenden für den Zirkus auf.

„Don Bosco hatte sich sozialpastoral für Zirkusse eingesetzt“, sagt Gemeindereferent Kaufer-Moreth, „und anderen in Not zu helfen, ist ein urchristliches Anliegen“. Der Zirkus sorge sonst dafür, dass Erwachsene und Kinder lächeln könnten, daher sei es selbstverständlich, den Familienzirkus zu unterstützen, ergänzt Bianca Wiener.

Erst wenige Minuten alt: Das neugeborene Zwerzicklein im Circus Barus in Offenbach

Durch die Pandemie kann auch die Fastenzeit beinahe nur virtuell begangen werden, der Pfarreienverbund hat dafür unter dem Titel „Futter für die Seele“ eine eigene Internetseite mit Texten und Anregungen für Andachten zusammengestellt. Und ruft dazu auf, Gutes zu tun – denn da immer noch keine Vorstellungen gegeben werden können, benötigt der Zirkus weiterhin Unterstützung.

„Ohne die Hilfe der Menschen aus Offenbach und der Region gäbe es uns nicht mehr“, sagt Marco Frank. Ob Futter oder Versicherungszahlungen, ohne Einkünfte aus Vorstellungen sind die Sorgen groß. „Das Tierfutter oder die Tierarztrechnungen schlagen zu Buche, außerdem bräuchten wir einen Teleskopstapler, um unser großes Zelt aufzubauen. Wenn es zusammengefaltet liegt, geht es kaputt“, sagt Frank. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in den vergangenen Monaten sei überwältigend gewesen. „Wir fühlen uns, das klingt für Zirkusleute vielleicht seltsam, in Offenbach inzwischen heimisch.“ So sehr, dass Frank überlegt, nach Ende der Pandemie vielleicht mit dem Zirkus als Veranstaltungsort zu bleiben. „Wir möchten der Stadt und ihren Menschen gern etwas zurückgeben“, sagt er.

Infos zur Fastenaktion gibt es im Internet. Spenden werden für den Circus Barus unter IBAN DE49 1203 0000 1057 6180 90 bei der DKB Bank entgegengenommen.

Von Frank Sommer

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