Vereine müssen Teilnehmerlisten für Zuschauer führen

Offenbacher Sportler dürfen wieder trainieren

Handballer beim Spiel (Symbolbild).
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Auch die Handballer dürfen wieder trainieren.

Weitere Lockerungen, auch wenn die Corona-Fallzahlen in der Stadt am Donnerstag mit 270 positiv getesteten Personen einen weiteren Höchststand erreicht haben: Zum 1. August darf in Hessen wieder Mannschaftssport ohne Personenzahlbegrenzung ausgeübt werden.

Offenbach - Auch in Offenbach dürfen die Vereine etwa wieder den Trainingsbetrieb für Fußball oder Handball aufnehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Hygienekonzept vorgelegt wird. Um auch weiterhin die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu minimieren, muss unter anderem darauf geachtet werden, dass sich vor und in den Umkleiden und Sanitäranlagen keine Warteschlangen bilden. Außerdem müssen Teilnehmerlisten für jede Trainingseinheit geführt werden, damit im Falle einer Infektion nachvollzogen werden kann, wer sonst noch betroffen sein könnte.

Wurde bisher vor leeren Rängen gespielt, so sind ab Samstag unter strengen Auflagen auch wieder Zuschauer gestattet: Unter Einhaltung einer personalisierten Sitzplatzvergabe, 1,50 Metern Mindestabstand und drei Quadratmetern Raum pro Person dürfen Zuschauer die Sportler wieder anfeuern. Wie im Falle der Teilnehmerlisten für Sportler soll auch durch die personalisierte Sitzplatzvergabe im Fall des Bekanntwerdens einer Infektion eine möglichst lückenlose Dokumentation von potenziellen weiteren Infizierten gewährt werden.

„Uns ist bewusst, dass das Führen von Teilnehmerlisten und das Personalisieren von Plätzen einen sehr großen Aufwand für die Vereine bedeutet“, sagt Oberbürgermeister und Sportdezernent Felix Schwenke, „es muss aber jeder verstehen: die jetzt erreichte Möglichkeit, mit Corona eine neue Art Alltag zu erreichen hängt brutal davon ab, dass wir alle Ausbrüche sofort wieder eindämmen können.“

Nach kleineren Umbauarbeiten können auch in zwei weitere Sporthallen wieder Vereine ihren Trainingsbetrieb wieder aufnehmen: In der oberen Halle der Schillerschule und der Turnhalle der Bieberer Mauerfeldschule wurden die Lüftungsanlagen laut Aussage der Stadt optimiert, um eine bessere Luftzirkulation zu erreichen und damit gleichzeitig die Gefahr einer Corona-Übertragung in geschlossenen Räumen zu minimieren.

Schwenke erinnert Sportler, die aus sogenannten Risikogebieten zurückkehren, daran, dass sie sich beim Gesundheitsamt zu melden haben und sich vorzugsweise testen lassen sollten. Außerdem sollten sie aus Rücksicht auf andere Sportler und Zuschauer erst nach Ablauf des Quarantäne-Zeitraums von 14 Tagen wieder am Training teilnehmen.  (Von Frank Sommer)

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