OVB machen bei Neuvergabe das Rennen

Städtischer Busverkehr in bewährten Händen

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Die Stadt ist bislang mit den OVB gut gefahren. Das Tochterunternehmen der Stadtwerke hat für weitere zehn Jahre den Zuschlag für den Busverkehr erhalten.

Offenbach - Bei der Farbe der Busse müssen sich die Fahrgäste wir berichtet umgewöhnen, beim Anbieter nicht: Die Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB) haben bei der Neuvergabe des städtischen Busverkehrs das Rennen gemacht und werden zunächst bis Ende 2025 diese ÖPNV-Sparte in der Stadt bedienen.

Einem harten Wettbewerb mussten sich die OVB offenbar nicht stellen: „Mitbewerber gab es keine, und Einsprüche gegen das seit einem Jahr laufende Vergabeverfahren wurden ebenfalls nicht erhoben“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Der Mobilitätsdezernent, Bürgermeister Peter Schneider, ist froh, dass die Kommune mit der Neuvergabe an die OVB nicht nur 223 Arbeitsplätze, sondern auch ein gut funktionierendes ÖPNV-Netz sichere, das für öffentliche Mobilität und Klimaschutz unerlässlich sei. Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 ist das Offenbacher Unternehmen für weitere zehn Jahre für den lokalen Linienverkehr zuständig. „Planung, Organisation, Finanzierung und Betrieb des Stadtverkehrs bleiben damit in den Händen städtischer Gesellschaften“, freut sich Peter Walther, Chef der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH), unter deren Dach die OVB agieren.

Dem Kunden kann es egal sein, doch rechtlich ist die Sache durchaus verzwickt: Vom kommunalen Aufgabenträger des Offenbacher ÖPNV, Nahverkehr in Offenbach (NiO), wird die OVB jetzt in direkter Vergabe einen Öffentlichen Dienstleistungsauftrag erhalten. Daraufhin kann sie beim Regierungspräsidium in Darmstadt die Konzessionen für die neun Offenbacher Stadtbuslinien beantragen. OVB und NiO sind Unternehmen im SOH-Geschäftsfeld Mobilität. Die OVB sind Ersteller der Verkehrsdienstleistungen, NiO ist Besteller. Als solcher war NiO von der Stadt mit dem Vergabeverfahren für die Ende 2015 auslaufenden Konzessionen beauftragt worden.

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Die beabsichtigte Neuvergabe hatte NiO vor einem Jahr europaweit veröffentlicht. Potenzielle Mitbewerber hatten daraufhin drei Monate Gelegenheit, einen eigenwirtschaftlichen Genehmigungsantrag zu stellen, das heißt, einen Stadtbusbetrieb ohne Inanspruchnahme öffentlicher Zuschüsse anzubieten.

Der erneute Zuschlag für den Busverkehr ist für die OVB kein Grund, sich zurückzulehnen: Nicht nur Linienverlauf, Taktung und Qualitätsanspruch, auch der Kostensatz pro Kilometer sowie Restrukturierungsmaßnahmen sind mit der neuen Vergabe genau geregelt. Die Einhaltung wird jährlich von NiO kontrolliert. J mad

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