Übergänge zu Sportstätten in Tempelsee/Bieber besonders verdreckt

„Neun Freunde“ sammeln Müll - und hoffen auf Nachahmer

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„Neun Freunde“ (der Fotograf steht hinter der Kamera) nach nur knapp vier Stunden Einsatz im Waldgebiet Tempelsee/Bieber mit ihrer Ausbeute. 

Offenbach - Nicht ganz elf, aber fast - und mindestens genauso effizient auf dem Platz: Unter dem Motto „Nicht nur reden, sondern anpacken“ hat sich in den vergangenen Tagen eine Gruppe engagierter Bürger, die „Neun Freunde“, getroffen, um im Waldstück Tempelsee/Bieber Müll einzusammeln. Eine Aktion, die zum Nachahmen und -denken einladen soll.

Fast vier Stunden haben die selbsternannten Müllsammler, unterstützt durch die Stadt Offenbach beziehungsweise die ESO, das Waldstück und die angrenzenden Straßen durchkämmt - ausgestattet mit Handschuhen, Greifern und blauen Müllsäcken. Und was sie in diesen vier Stunden gesammelt haben, kann sich - im negativen Sinne - sehen lassen: Neben gewöhnlichem Hausmüll wie Plastik, Tüten, Papier und Flaschen fanden die neun Müllsammler auch kuriose Dinge wie etwa einen Tretroller oder einen Receiver. Sogar Holzelemente einer alten Gartenterrasse hatte jemand im Wald entsorgt.

Säckeweise Abfall, der rücksichtslos im Wald entsorgt wurde - das reicht bis hin zu Teilen einer Gartenterrasse. 

Traurig stimmte es die Neun, dass bereits am nächsten Tag das Gelände schon wieder erheblich mit Papier und Müll verdreckt war, wie Mitstreiter Gerald Stegemann schreibt:  „Mit null Respekt und Achtsamkeit einfach auf die Straße geschmissen.“
Besonders auffällig sei dies an den die Ecken Hölderlin Straße/Obere Grenzstraße und /-Heusenstammer Weg gewesen - beides Übergänge zu Sportstätten. Da liege die Vermutung nahe, dass Jugendliche vor und nach ihrem Training dort achtlos ihren Müll auf den Boden fallen ließen.

Archivbilder:

„Sauberhaftes Dietzenbach“

„Wir denken, hier sind Eltern, Trainer, Betreuer und Erzieher gefordert, die Jugendlichen zu einer sauberen Umwelt anzuhalten. Dies ist der Ort, an dem wir leben, wohnen und uns bewegen, und keiner von uns möchte dabei im Müll versinken“, schreibt Stegemann für die „Neun Freunde“. Mit ihrer Aktion hoffen die freiwilligen Müllsammler, dass sie einen „kleinen, aber wichtigen Beitrag“ zu mehr Sauberkeit haben leisten können und möglichst vielen anderen als Vorbild dienen. (nl)

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