Stadt will über drei Monate Seitenstraßen des Wilhelmsplatzes in Offenbach weitgehend autofrei machen

Offenbacher Wilhelmsplatz testweise gesperrt

Veränderte Verkehre im Test: Blau markiert die Navigation zum Parkplatz am Wilhelmsplatz, rot gepunktet die Abfahrt. Parkhäuser an der Waldstraße: P  Karte: mk / Mapcreator
+
Veränderte Verkehre im Test: Blau markiert die Navigation zum Parkplatz am Wilhelmsplatz, rot gepunktet die Abfahrt. Parkhäuser an der Waldstraße: P Karte: mk / Mapcreator

Nach jahrelanger Diskussion konnte sich die Mehrheit der Stadtverordneten im Juni in Sachen Wilhelmsplatz auf den kleinstmöglichen Nenner einigen: Drei Monate lang sollen an Markttagen die beiden Seitenstraße des Wilhelmsplatzes für den Verkehr gesperrt werden.

Offenbach - Nachdem diese Woche bereits die Umfrage zur Sperrung startete, gibt es jetzt auch einen Termin für den Verkehrstest: Erstmals ab Dienstag, 18. August, muss dienstags, freitags und samstags von 8 bis 16 Uhr der motorisierte Verkehr draußen bleiben. Marktbeschicker, Lieferanten, Besitzer eines Parkausweises für den Bewohnerparkbezirk A und Radfahrer haben jedoch weiterhin die Erlaubnis zur Zufahrt, allerdings nur in Schrittgeschwindigkeit.

Die Behindertenstellplätze in den Seitenstraßen dürfen laut Stadt an den gesperrten Tagen von Anwohnern mit Parkausweis weiter genutzt werden. Außerdem werden auf dem Parkplatz Wilhelmsplatz zwei weitere Behindertenparkplätze eingerichtet.

Die Stellfläche im Süden des Wilhelmsplatzes an der Bleichstraße bleibt mit dem Auto erreichbar: Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt an der südöstlichen Seite, die Ausfahrt an der südwestlichen Seite. Wer über die Waldstraße von Süden her kommt, darf wie gewohnt rechts zur Bleichstraße abbiegen, für Autofahrer aus Richtung Main wird während des Verkehrstests das Linksabbiegen gestattet.

Offenbacher Ordnungsamt: Regelmäßige Kontrollen

Die Stadt hat entsprechende Schilder am Marktplatz und an der Waldstraße installiert, um auf die Änderung an den Testtagen hinzuweisen. Laut Ordnungsdezernent Peter Freier wird die Stadtpolizei die Einhaltung des Fahrverbots in den Seitenstraßen durch regelmäßige Kontrollen überwachen.

Über die Verkehrsänderung informiert ein Faltblatt, das die Stadt in den kommenden Tagen verteilt. Darin wird für die verstärkte Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad für den Gang zum Wilhelmsplatz geworben. Um das Radfahren attraktiver zu machen, sollen zusätzliche Abstellbügel installiert werden. Es gebe aber keinen genauen Liefertermin. Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß schätzt, dass diese erst im Laufe der Sperrung installiert werden.

Magistrat verweist auf Offenbacher Parkhäuser

Da bekanntlich jetzt schon die Parkmöglichkeiten rund um den Platz begrenzt sind, verweist die Stadt auf die nahe gelegenen Parkhäuser: Am nächsten befindet sich Q-Park am Marktplatz oder das mit einem Euro pro Stunde günstige Parkhaus in der Wald-/ Ecke Bismarckstraße. Weitere Stellplätze gibt es im ehemaligen PAM-Center (Geleitsstraße), im Einkaufszentrum KOMM, im City-Tower (Berliner Straße), im Rathaus und Haus der Wirtschaft (beide Berliner Straße) sowie im Parkhaus Französisches Gässchen.

„Ziel des dreimonatigen Versuchs ist eine Verkehrsberuhigung während des stets gut besuchten Wochenmarktes“, erläutert Stadtrat Weiß. Bis November wird zudem eine Bürgerbefragung vorgenommen.  

Von Frank Sommer

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare