Bei Alkohol vorbildlich

Gütesiegel für Veranstalter der Offenbacher Woche

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Kein Grund für Beschwerden gab es im Zusammenhang mit übertriebenem Alkoholkonsum bei der Offenbacher Woche.

Offenbach - Keine Zwischenfälle, keine Störungen, kein Grund für polizeiliches Eingreifen. Im Gegensatz zum vergurkten Relegationsspiel der Offenbacher Kickers verliefen die vier Festtage der am 31. Mai zu Ende gegangenen Offenbacher Woche absolut friedlich.

Das mag auch daran gelegen haben, dass sich die Veranstalter zu einem „verantwortungsvollen Umgang beim Ausschank von Alkohol“ verpflichtet hatten. Die Einhaltung hat dem Gewerbeverein Treffpunkt erneut das städtische Gütesiegel für Feste eingebracht, wie die beim Ordnungsamt angesiedelte Geschäftsstelle Kommunale Prävention mitteilt. Zur Selbstverpflichtung gehört, das Verkaufspersonal zu sensibilisieren, an erheblich alkoholisierte Besucher keinen Alkohol auszuschenken und sich strikt an die Regelungen des Jugendschutzgesetzes zu halten. Aushänge dazu waren an den Verkaufsständen sichtbar angebracht worden.

Der Treffpunkt Offenbach bekam den Alkohol-Orden erstmals vor vier Jahren von Oberbürgermeister Horst Schneider umgehängt. Die Innenstadt-Vereinigung war damals die erste Veranstalterin, die sich zu einem besonders verantwortlichen Umgang mit Alkohol und einem aktiven Jugendschutz der Stadt gegenüber verpflichtet hatte. Frank Weber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts, erläutert: „Wir hatten zuvor gemeinsam mit dem Suchthilfezentrum Wildhof im Zuge der Kommunalen Präventionsarbeit die Regeln definiert, zu deren Einhaltung sich der Veranstalter verpflichten muss, um das Gütesiegel zu erhalten.“

Offenbacher Woche 2015: Fotos

Die Offenbacher sehen sich damit im Einklang mit Bemühungen auf europäischer Ebene. Der aktuelle Gesundheitsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fordert strengere gesetzliche Regeln für Alkoholwerbung und -verkauf, höhere Steuern auf alkoholische Getränke, konsequente Durchsetzung von Promillegrenzen im Straßenverkehr, aber auch frühe Ansprache des Betreffenden durch seinen Hausarzt bei Verdacht auf gesundheitsschädlichen Alkoholkonsum. (tk)

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