Graziella Macri veröffentlicht Internet-Rezepte und gewinnt ZDF-Küchenschlacht

Offenbacherin ist Hobbyköchin des Jahres

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Graziella Macri kreiert ihre eigenen Rezepte und veröffentlicht sie dann im Internet. Durch den Sieg bei der ZDF-Küchenschlacht hat ihr Blog zusätzlich an Aufmerksamkeit gewonnen. Der Sieg brachte ihr den Titel „Hobbyköchin des Jahres“ und 25. 000 Euro Preisgeld.

Offenbach - Wenn aus dem Hobby Leidenschaft wird, kann es laufen wie bei Graziella Macri: Die Offenbacher Freizeitköchin schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Von Steffen Müller

Neben dem Sieg bei der ZDF-Küchenschlacht veröffentlichte die 33-Jährige kürzlich auch ein Rezept in einem Kinderkochbuch. Dass ihr Foodblog im Internet immer mehr Leser erreicht, ist da beinahe selbstverständlich.  Kartoffeln, Tapas oder Pasta? Völlig egal. Denn Graziella Macri fühlt sich in der deutschen, spanischen und italienischen Küche zu Hause. Und das ist nicht verwunderlich. Schließlich stammt ihr Vater aus Italien, die Mutter ist Spanierin. Macri selbst ist in Hanau geboren und in Hainstadt aufgewachsen. Seit drei Jahren lebt sie in Offenbach. Die kulturellen Einflüsse wirken sich aufs Hobby aus.

Seit ihrem 14. Lebensjahr kocht Graziella regelmäßig für Freunde und Verwandte. Ihr erste Spezialität waren gefüllte Paprika. Entdeckt hat sie ihre Leidenschaft aber schon viel früher. „Schon als kleines Kind stand ich in der Küche und habe meinen Omas zugeguckt“, erinnert sie sich. Ein bisschen helfen durfte sie dabei auch. Mal das Salz reichen, Gemüse abwiegen und natürlich probieren.

Diesen einfachen Aufgaben ist sie längst entwachsen. Heute schnippelt, brät und würzt die 33-Jährige alles selbst. Und das mit großem Erfolg. Mit ihren Kochkünsten ist sie nun zur ZDF-Hobbyköchin des Jahres ausgezeichnet worden. Den Titel hat sich die Offenbacherin in der Kochshow „Die Küchenschlacht“ erkämpft. In der TV-Sendung hat Graziella Macri Spitzenköche wie Johann Lafer, Alexander Herrmann oder Alfons Schuhbeck überzeugt.

Durch ihren Sieg im Jahresfinale gegen fünf andere Teilnehmer hat sie sich nicht nur 25. 000 Euro Preisgeld gesichert, sondern sich auch in der Kochszene einen Namen gemacht. „Eigentlich habe ich an der Sendung nur aus Neugier teilgenommen und um auf mein Blog aufmerksam zu machen – ums Geld ging es mir gar nicht“, beteuert Macri. Nun hat sie durch ihren Sieg zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das Preisgeld will sie in eine neue Küche investieren. Die zusätzliche Aufmerksamkeit hat sich also in mehrfacher Hinsicht bezahlt gemacht.

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Die Klickzahlen auf ihrer Internetseite haben seitdem stark zugenommen. Unter www.graziellas-foodblog.de veröffentlicht sie jeden Mittwoch und Samstag neue Rezepte, die sie selbst kreiert hat. Bei der Auswahl achtet sie darauf, dass die Speisen „bodenständig und leicht zu kochen sind“. In ihrem Blog gibt es Rezepte für Pizza, Pasta, Fleischgerichten, Vegetarisches, Suppen, Salate und „Süße Sünden“. Diese haben ihr weitere Aufmerksamkeit beschert. Als eine von 31 Foodbloggern aus Deutschland hat Macri ein Rezept für das Kinderkochbuch „Pinipas Pfannenkuchenbäckerei – die leckersten Pfannenkuchen aus Europa“ beigesteuert. Grundlage für das Buch ist die Geschichte des kleinen Mädchens Pinipa, das quer durch Europa reist und in jedem Land einen Pfannenkuchen isst.

In Spanien lässt sich Pinipa eine Tortilla schmecken, die – auch zu Macris Erstaunen – in die Kategorie der Pfannenkuchen einzuordnen ist. Aufgrund ihrer spanischen Wurzeln hat sich die Offenbacherin bereit erklärt, ein Rezept für eine Kartoffel-Tortilla aus dem Land ihrer Mutter zu veröffentlichen. Ohnehin ist sie ein großer Fan der Küche ihrer Heimatländer. Lasagne und Paella zählt sie zu ihren Lieblingsgerichten. Und Steak. „Das gerne auch mit Fettaugen“. Wenn Fisch auf den Tisch kommt, dann vor allem welcher, den die passionierte Anglerin selbst aus dem Main gezogen hat.

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Auch wenn Graziella Macri 2017 für die ZDF-Drehscheibe erneut im TV zu sehen ist und Zwei-Sterne-Koch Christian Lohse einen Tag mit der Kamera begleiten wird, soll das Kochen ein Hobby bleiben. Mit ihrem Job in der Personalabteilung eines Offenbacher Unternehmens ist sie sehr zufrieden. „In einer Restaurantküche zu arbeiten, kann ich mir nicht vorstellen.“

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