Offensive für den Klimaschutz

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Dorothee Rolfsmeyer zeigt, was es alles auf der neuen Internetseite zum Klimaschutz gibt. Die 26-Jährige ist seit Kurzem städtische Klimaschutzmanagerin.

Offenbach - Beflügelt durch bundesweite Anerkennung für ihre Aktion „Von Haus zu Haus“ weitet die Stadt ihre Aktivitäten zum kommunalen Klimaschutz aus. Dazu gehören unter anderem eine neue Internetseite sowie die Anstellung einer Klimaschutzmanagerin. Von Matthias Dahmer

20.000 Euro erhielten die Offenbacher Klimaschützer am vergangenen Wochenende bei der Preisverleihung im Zuge des bundesweiten Wettbewerbs „Kommunaler Klimaschutz 2012“ in Berlin. Ausgezeichnet wurde wie berichtet die Kampagne zur energetischen Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern. Offenbach war einer von drei Gewinnern unter 37 Bewerbern in der entsprechenden Kategorie.

Die Jury habe bei der Aktion „Von Haus zu Haus“ unter anderem beeindruckt, dass rund acht Prozent der angesprochenen Hausbesitzer Sanierungsmaßnahmen planten, sagt Umweltamtschefin Heike Hollerbach. Das Preisgeld werde in die energetische Sanierung einer sozialen Einrichtung gesteckt, die zunächst kostenlose Beratung von Hausbesitzern gehe nach Lauterborn und Tempelsee im Dezember im Gebiet zwischen Sprendlinger Landstraße und Waldstraße in die dritte Runde.

Offenbacher Anstrengungen in Sachen Klimaschutz

 Gebündelte Informationen zu den Offenbacher Anstrengungen in Sachen Klimaschutz gibt es seit gestern auf www.offenbach.de/klimaschutz/. Die übersichtlich und ansprechend gestalteten Seiten enthalten Ansprechpartner und Veranstaltungen zum Thema ebenso wie Förderrichtlinien oder gelungene Beispiele zu energetischen Sanierungen beziehungsweise Klimaschutz-Maßnahmen in der Stadt. Der neue Auftritt sei notwendig geworden, weil die Informationsvielfalt den Rahmen der bisherigen Seite gesprengt habe, erläutert Cora Weiffenbach vom städtischen Klima-Team gestern bei Vorstellung des Angebots.

Nicht nur das virtuelle Gesicht des Klimaschutzes ist neu. Mit der 26 Jahre alten Landschafts-Ökologin Dorothee Rolfsmeyer gibt es seit kurzem auch eine Klimaschutzmanagerin im Rathaus. Ihre neu geschaffene Vollzeitstelle wird für zweieinhalb Jahre zu 85 Prozent von der nationalen Klimaschutzinititive des Bundesumweltministeriums bezuschusst.

Entwicklung eines Bürgerfonds

Schwerpunkte ihrer Arbeit werden insgesamt 16 Maßnahmen aus dem 66 Punkte umfassenden städtischen Klimaschutzkonzept sein, das 2010 beschlossen wurde und bis 2020 laufen soll. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung eines Bürgerfonds, bei dem man sich analog zu mancherorts existierenden Bürger-Solaranlagen an lokalen Klimaschutzprojekten beteiligen kann oder auch eine stadtweite Kampagne, die über Klimawandel und -schutz aufklärt.

Ihr erstes Projekt, sagt Dorothee Rolfsmeyer, werde die Beratung von Unternehmen sein, wobei man sich in der Vorgehensweise an der erfolgreichen Aktion „Von Haus zu Haus“ orientiere. Will heißen: Die Erstberatung ist für die Firmen kostenlos.

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