„Festival der Chöre“

Glücksgefühle vermitteln

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Silke Huropp fühlt sich musikalisch und menschlich gut aufgehoben im Gospelchor.

Ich bin 45 Jahre alt und von Beruf Ergotherapeutin. Ich bin verheiratet und habe eine 17-jährige Tochter und einen 14-jährigen Sohn. Gesungen habe ich schon als Kind und Jugendliche in der Schule und auf kirchlichen Freizeiten. Von Silke Huropp

Dann fehlten die Gelegenheiten zum Singen, und erst die Wiegen- und Kinderlieder für unsere Kinder haben mich wieder singen lassen. Kinder sind nicht so kritisch mit dem musikalischen Können ihrer Eltern, und so haben wir manch langweilige Situation, zum Beispiel lange Autofahrten, mit Gesang erträglicher gemacht. Auch in meinem Beruf, in dem ich mit Kindern arbeite, singe ich oft und gerne, weil das gerade für die sprachliche Entwicklung sehr wertvoll ist und die meisten Kinder anspricht.

„Ein lustiger Haufen“

Als in unserer Gemeinde ein Gospelchor gegründet wurde, spielte ich mit dem Gedanken mitzusingen, war aber unsicher, ob meine Kenntnisse ausreichen würden. Nach dem ersten Auftritt des Chors bei einem Adventskonzert, fragte ich eine Bekannte, die mitsang, nach ihren Erfahrungen im Chor, und sie lud mich ein, einfach mal vorbei zu kommen, man sei „ein lustiger Haufen“. Derart motiviert kam ich zur Probe, wurde von den anderen Sängerinnen nett aufgenommen und setzte mich zu meiner Bekannten, ohne Ahnung, welche Stimme ich singe.

Gelandet bin ich in Alt 2 und fühle mich dort stimmlich und menschlich gut aufgehoben. Anfangs fand ich es recht schwer, die Stimme gegen die Melodiestimme des Sopran zu halten, aber es ist schön zu merken, wie wir alle sicherer geworden sind und Lieder schneller einüben können als am Anfang.

Lieder vermittlen einfache, tiefe Frömmigkeit

Der Gospelchor der Gustav-Adolf-Gemeinde ist ein dreistimmiger Chor von rund 40 Frauen. Wir singen unsre Lieder im Gottesdienst oder in Kirchenkonzerten. Gospels und Spirituals sind ursprünglich Lieder der schwarzen Sklaven in Amerika. Sie vermitteln eine einfache, tiefe Frömmigkeit, die mich sehr anspricht.

Geleitet wird der Chor von Ulrike Fausel, die eine unglaubliche Geduld mit uns hat und uns immer wieder auf ihre nette Art motiviert. Wenn es ganz falsch klingt, verzieht sie schmerzvoll das Gesicht und sagt: „Das wird gut!“ So schafft sie es, Sängerinnen mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen zu einem harmonischen Ganzen zusammen zu bringen. Wenn uns Hans-Wolfram Hooge dann noch auf dem Klavier begleitet und unsere Stimmen in der Kirche noch mal voller und schöner klingen, empfinde ich ein großes Glücksgefühl und hoffe, dass das ein bisschen auf die Gottesdienstbesucher ausstrahlt.

Infos zum Gospelchor der Gustav-Adolf-Gemeinde

Historie: gegründet im September 2006

Repertoire: Gospels, Spirituals, Kirchenlieder

Chorleben: 36 Frauen zwischen 30 und 65 treffen sich donnerstags von 20 bis 21.30 Uhr im Saal der Gustav-Adolf-Gemeinde. Die musikalischen Voraussetzungen sind unterschiedlich, aber es gelingt der Chorleiterin jeden auf den Weg zu gutem Klang und Rhythmus mitzunehmen. Nach der Probe gibt es einen Schoppen im Gemeindesaal. Jede Sängerin bekommt am Geburtstag Blumen und Ständchen - verwöhnt die anderen mit Leckereien. Im Sommer gibt’s einen Wochenend-Workshop.

Kontakt: übers Gemeindebüro, Telefon: 069 862091

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