„Festival der Chöre“

Das gemeinsame Ziel motiviert

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Maria Beyer spielte schon seit längerem mit dem Gedanken, sich wieder musikalisch zu betätigen. Sie nahm ihren Umzug nach Offenbach zum Anlass, sich umzuschauen und landete vor über einem halben Jahr im Studio-Chor Offenbach.

Schon seit längerem spielte ich mit dem Gedanken, mich wieder musikalisch zu betätigen. Nachdem ich dies während meiner Schulzeit sehr ausgiebig betrieben hatte, ist das Singen und Klavierspielen sicherlich bedingt durch meinen Berufseinstieg etwas eingeschlafen. Von Maria Beyer

Ohne Anreiz konnte ich mich immer seltener motivieren. Unseren Umzug nach Offenbach vor etwa einem Jahr nahm ich zum Anlass, mich „umzuschauen.“ Seit nunmehr über einem halben Jahr singe ich (26 Jahre) im Studio-Chor Offenbach.

Ich bin von Anfang an sehr herzlich aufgenommen worden. Es machte auch keine Probleme, dass ich seit dem Abitur kaum mehr gesungen hatte. Jetzt kann ich mir das nicht mehr vorstellen: Wie habe ich es so lange ohne Musik ausgehalten? Besonders gut gefällt mir an der Chorarbeit, dass man Teil eines Entstehungsprozesse ist und ein gemeinsames Ziel hat. Am Anfang steht ein Satz Noten, unsere Dirigentin Katja Blumenhein und eine Gruppe Menschen, am Ende entfaltet sich ein Musikstück in seiner gesamten Pracht.

Begeisterung steckt an

Darüber hinaus freut es mich, festzustellen, dass unser Chor sehr wandelbar ist. Das Spektrum der einstudierten Stücke reicht von „Locus iste“ von Anton Bruckner bis „Victory“ von Yolanda Adams und beinhaltet ebenfalls Stücke wie „Der tote Knabe“ von Johannes Brahms oder „Salve Regina“ von Arvo Pärt.

Um bei uns mitzusingen, ist es nicht unbedingt notwendig, Noten lesen oder ein Instrument spielen zu können. Unsere Chorleiterin legt auf der einen Seite Wert auf gute Intonation und Dynamik, gibt allerdings beim Dirigieren so deutliche Hinweise, dass diese Anforderungen erfüllt werden können und steckt mit Begeisterung an. Obwohl ich erst seit ein paar Monaten bei unserem Chor singe, hatte ich bereits das Vergnügen an drei Auftritten im vergangenen Herbst/Winter teilzunehmen.

Männliche Unterstützung erwünscht

Auch wenn wir ein Laienchor sind, haben wir den Anspruch an einen guten Klang. Um diesen zu verbessern, würden wir uns über weitere männliche Unterstützung, das heißt Bässe, besonders aber Tenöre freuen. Nächste Auftritte sind schon geplant nebst einer Chorreise nach Flandern. Wie alle anderen Aktionen außerhalb der Proben ist letztere freiwillig, von vielen aber gern gesehen, da sich über die Jahre Freundschaften gebildet haben.

Infos zum Studio-Chor Offenbach

Historie: Gegründet 1974 von Professor Winfried Kirsch und Irmgard Dedio mit Unterstützung des Offenbacher Kulturamtes

Repertoire: Der Chor singt sowohl weltliche als auch geistliche Lieder. Das Repertoire reicht von der Renaissance über Barock, Klassik und Romantik bis zur Moderne, Orff, Stockmeier, Joel; Volkslieder und Spirituals eingeschlossen. Neben deutschen Komponisten werden auch italienische (wie Palestrina und Vivaldi), englische (Purcell, Stanford, Dowland), ungarische (Bartok) und andere Komponisten gesungen, oft in der Originalsprache.

Chorleben: Der Studio-Chor ist eine „weltlicher“ Formation mit etwa 30 Sängerinnen und Sängern im Alter von 20 bis 70 Jahren. Geprobt wird montags von 19 bis 21.30 Uhr im Mariensaal an der Krafftstraße 19 (1. Stock). Vor Aufführungen fallen auch mal eine Sonderprobe und/oder ein Probenwochenende an.

Kontakt: Irmgard Dennert (Telefon: 069 857214); www.studiochor-offenbach.de.vu

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