In Offenbach Marokko erleben

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Zur Eröffnung des Maroc-Forums spielten Musiker aus der Region Souss-Massa-Draa auf traditionellen Instrumenten.

Offenbach - (tm/ige) Die dritte Auflage des Maroc Forums in der Messe Offenbach präsentiert seit gestern einen wachsenden afrikanischen Wirtschaftsstandort. Mit Fotostrecke

Über 15 000 Menschen, so hoffen die Veranstalter, werden bis Sonntag die Gelegenheit nutzen, das größte deutsch-marokkanische Forum für Wirtschaft und Kultur zu besuchen.

Das Forum mit seinen 45 Ausstellern steht unter der Schirmherrschaft von König Mohammed VI. von Marokko und der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Tourismus, Lebensmitteltechnologie, Bio-Anbau und erneuerbare Energien, vor allem Wind- und Solarenergie, werden die zentralen Themen des Maroc Forums 2009 sein.

Bilder von der Eröffnung des Maroc-Forums

Maroc Forum in der Messe Offenbach zu sehen

Marokko als attraktiver Wirtschaftsstandort ist bei vielen deutschen Unternehmern noch nicht bekannt. Das nordafrikanische Königreich hat aber weit mehr zu bieten als Königsstädte und Badetourismus. Die Weltbank sowie renommierte Consulting-Unternehmen sehen für Marokko ein hohes Wachstumspotential und attestieren regelmäßig ein günstiges und stabiles Investitionsklima. Zahlreichen Branchen wie Nahrungsmittel, Textil und Bekleidung, Chemie, Baugewerbe, Tourismus, Transportbranche, Telekommunikation sowie Zulieferbetrieben für die Automobil- und Elektroindustrie werden hohe Wachstumschancen attestiert.

Die Schau mit viel Folklore und Programm ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Bei erneuerbaren Energien bietet Marokko aufgrund seiner günstigen geografischen Lage steigendes Potenzial. Das Tor zu dieser Wirtschaftsregion möchte das „Maroc Forum 2009“ vom 7. bis 10. Mai 2009 in den Messehallen Offenbach aufstoßen. Die Wirtschaftsmesse versteht sich als Netzwerkveranstaltung für alle, die Marokkos Wirtschaftspotenzial kennen lernen möchten. Vertreter marokkanischer Unternehmen, Wirtschaftsförderungsagenturen und regionaler Investitionszentren präsentieren sich als Aussteller und Referenten. Parallel findet ein Wirtschaftssymposium statt. Die Messe steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. So werden zur Eröffnung Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sowie zahlreiche marokkanische Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft erwartet.

Hintergrundinformationen

Die Partnerregion 2009 ist Souss-Massa-Draâ (SMD) im Süden Marokkos mit der Regionalhauptstadt Agadir. Der Tourismus bildet das Herz der Wirtschaft in der Region SMD. 150 klassifi zierte Ein- bis Fünf-Sterne-Hotels und unzählige weitere Hotels und Herbergen laden in die Region ein, die vom Sandstrand bis zum Atlasgebirge alles bietet. Der Investitionsplan Plan Azur sieht vor, die Zahl der Touristen in Marokko auf acht Millionen zu erhöhen. Entsprechend gibt es zahlreiche Hotel- und Golfprojekte in dieser Region. Die Landwirtschaft stellt den zweitwichtigsten Wirtschaftszweig dar. 50 bis 83 Prozent der marokkanischen Exporte an Frühgemüse und Orangen, die auch den deutschen Markt erreichen, stammen aus der Region SMD. Sie ist das Zentrum der marokkanischen Fischerei und fichverarbeitenden Industrie. Der Schwerpunkt der Industrie der Region Souss-Massa-Daraâ liegt aufgrund der ausgeprägten landwirtschaftlichen Strukturen in der Nahrungsmittelindustrie, aber auch weitere küstennahe und im Schifffahrtsbereich angesiedelte Industrien sind stark positioniert. Hierzulande noch kein Begriff, aber in Filmen schon häufiger zu sehen ist Ouarzazate, die Filmhauptstadt Marokkos, die ebenfalls in der Region Souss-Massa-Draâ liegt. Das marokkanische Hollywood hat sich als Produktionsstandort längst etabliert.

Tourismus, Lebensmitteltechnologie, Bio-Anbau und erneuerbare Energien, vor allem Wind- und Solarenergie werden die zentralen Themen des „Maroc Forum 2009“ sein. Vier Tage lang bietet diese Messe einzigartige Möglichkeiten zum Netzwerken und für erste Schritte zu Kooperations- und Investitionsmöglichkeiten.

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