Auf der Straße demontiert

Illegale Altmetallhändler aus dem Verkehr gezogen 

+
Sieht aus wie Schrott, enthält aber wertvolles Altmetall und gehört dem Stadtdienstleister.

Offenbach - Gewerbliche Altmetallsammler standen am Dienstag im Fokus von Kontrollen der Müllermittler des städtischen Ordnungsamts.

Dabei gingen den Beamten vier illegale Sammler ins Netz, die dem an der Straße bereitgestellten Sperrmüll ohne Erlaubnis wertvolle Altmetalle entnahmen und diese abtransportierten.

An ihren Fahrzeugen waren keine „A-Schilder“ angebracht, wie sie seit der Novellierung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes für gewerblichen Transport von Abfällen Pflicht sind. Nach Abschluss der Kontrolle wurden die vier Fahrzeuge zum Wertstoffhof eskortiert und die gesammelten Gegenstände unter Aufsicht abgeladen.

Christian Bross, zuständiger Sachgebietsleiter und Chef der Müllermittler, berichtet: „Wegen der Verstöße gegen die Abfallsatzung haben wir mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Summe der Bußgelder beläuft sich auf etwa 500 Euro. Denn nach der Offenbacher Abfallsatzung ist es verboten, dem Sperrmüll Gegenstände zu entnehmen.“

Beschwerden von Anwohnern und Entwendungen zum Nachteil des städtischen Gebührenhaushalts waren Anlass fürs Ordnungsamt, im November vergangenen Jahres Kontrollen jener zu starten, die Sperrmüll durchwühlen und brauchbares Altmetall in Kleintransporter laden. Bis in den späten Abend werden auf offener Straße TV-Geräte oder Waschmaschinen demontiert, um an kostbare Teile heranzukommen; wertloser Schrott bleibt liegen. Der Lärm raubt manchem den Schlaf.

Einsammlung des Sperrmülls

Das ärgert nicht nur die Anwohner, sondern auch den Stadtdienstleister ESO, der für die Einsammlung des Sperrmülls zuständig ist. Durch die Entwendung der Metallgegenstände entsteht ihm jährlich ein Schaden von mehreren Tausend Euro, der am Ende auf Kosten der Offenbacher Bürger als Gebührenzahler geht. „Daher ist es wichtig, dass diese Kontrollen weiter stattfinden und den Altmetallsammlern klar wird, dass es ihnen in Offenbach verboten ist, Sperrmüll zu entfernen“, erklärt Oliver Gaksch, Sprecher des Stadtdienstleisters.

„Auch ist es so, dass durch das Wühlen in den Sperrmüllhaufen die bereitgestellten Gegenstände über große Flächen verteilt werden“, so Gaksch. „Dies führt häufig zu einer Gefahrenquelle für Passanten und erschwert die Arbeit für die Mitarbeiter der Sperrmülltour erheblich.“

Die zahlreichen Kontrollen haben das Auftreten illegaler Altmetallsammler bereits spürbar reduziert. Gemäß Ankündigung des stellvertretenden Ordnungsamtsleiters Frank Weber wird es weitere Observationen und Überprüfungen in den Abendstunden geben.

Rhein-Main: Hier liegt der Müll am Straßenrand

Rhein-Main: Hier liegt der Müll am Straßenrand

mt

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare