Pakistaner wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt

Offenbach ‐ Das Offenbacher Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck hat einen 31-jährigen Pakistaner wegen gefährlicher Körperverletzung zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Von Marcus Reinsch

Der Mann war mit Verwandten und Bekannten, von denen einige Taxis besitzen, in heftigen Streit geraten. Er sei bei der angeheirateten Familie in Ungnade gefallen, weil er eine Frau aus dem Verwandtenkreis, die er in Pakistan geheiratet habe, in Deutschland vor die Tür gesetzt habe. Der Rauswurf sei allerdings richtig gewesen, weil die Frau ihm ihre Zuneigung nur vorgespiegelt habe, um nach Deutschland kommen zu können. Hier habe sie ihn abgewiesen. Seine Verwandten hätten ihm nun Ärger bereitet, weil sie gewollt hätten, dass er die Frau wieder in seinem Haushalt aufnehme, damit sie als Ehefrau Aufenthaltsrecht bekomme.

Am 17. September vergangenen Jahres sei ihm der Druck zu viel geworden. Nach einem seiner Verwandten habe er mit dem Fuß getreten. Nach den Ermittlungen der Polizei würgte anschließend ein Freund des Angeklagten - ein arbeitsloser 48-jähriger Deutscher - den malträtierten Pakistaner mit einem Gürtel, schrie „Ich will nicht, dass mein Freund weint“ und ließ nach kurzer Zeit von seinem Opfer ab.

Richter Manfred Beck vermochte nicht zu klären, ob die Geschichte des 31-jährigen zum Hintergrund der Streitigkeiten stimmt. Für das Würgen mit dem Gürtel konnte der Angeklagte aber ohnehin nicht verantwortlich gemacht werden, weil der ohne Auftrag gehandelt habe. Und betrunken - er hatte mehr als 2 Promille Alkohol im Blut.

Rubriklistenbild: © Michael-Grabscheit / Pixelio

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