Pläne für Areal südlich der Beethovenschule

Parkanlage statt Pausenhof

Offenbach - Die Eltern, Lehrer und Schüler schmieden bereits Pläne, die Stadt gibt sich eher zurückhaltend. Das ist verständlich. Mit dem Gelände an der Beethovenschule hat die Verwaltung so ihre Erfahrungen gemacht - nicht unbedingt positive.

Die Bombendetektion für den Neubau wurde zunächst teuer und danach zum Politikum, weil Anwohnern das Fällen alter Bäume verhindern wollten. Das wurde nach Bombenfunden angeordnet.

Der Kompromiss: Der südliche Teil des Beethoven-Areals mit viel Grün darf nicht bebaut werden. Das war ursprünglich mal angedacht, um mit dem Verkaufserlös die maroden Stadtkasse wenigstens etwas zu füllen. Nun organisierten Eltern, Lehrer, Schüler und Anwohner eine sogenannte Planungswerkstatt fürs Grundstück. Geht es nach ihren Vorstellungen, entsteht eine „parkähnliche Anlage mit differenzierten Nutzungsbereichen“.

Das könnte so aussehen

Das könnte so aussehen: Eine Laufbahn, eine Sprunggrube und einfache Geräte wie Hüpfböcke bieten Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Daneben soll es Ruhebereiche geben mit Sitzgelegenheiten, die von Felsen und Findlingen umrahmt sind. Wege mit weiteren Obstbäumen und heimischen Waldbäumen sorgen für Verbindungen, überdachte Fläche für Schutz vor Regen. „Aber es soll auch freie Reserve für künftige Ideen oder einen Schulgarten geben“, so Günther Eufinger, Sprecher der Initiative Beethovenschule.

Diese Werkstatt fußt auf einem Beschluss der Stadtverordneten und Zusagen des Oberbürgermeisters. Die Veranstaltung leitete Anna Heep vom Bauamt. Kern waren zwei Gruppenarbeiten: Zunächst haben Eltern, Schüler, Lehrer und Vertreter der Initiative Gruppen Vorschläge für Nutzungen erarbeitet. In der zweiten Gruppenarbeit wurden diese Vorschläge auf einem Geländeplan positioniert. Zum Schluss wurden die Vorschläge priorisiert, falls sich bedingt durch knappe Finanzmittel nicht alles sofort umsetzen lässt. Die Initiative geht davon aus, „dass die jetzigen Bäume auch nach Abschluss der Kampfmitteluntersuchung erhalten bleiben“.

Südliche Teilgrundstück

Das suggeriert, dass auf dem südlichen Teilgrundstück alles in Ordnung ist. Es soll nach dem Krieg – anders als der nördliche Teil – kaum zugeschüttet worden sein. So weit geht Stadtsprecher Matthias Müller mit seiner Einschätzung nicht. Er bremst allzu euphorische Erwartungen: „Es ist noch nicht das gesamte Areal untersucht. Wir warten das endgültige Ergebnis ab. Unsere Maxime lautet auch da: Sicherheit.“

Nach Angaben der Initiative erstellt das Bauamt auf Grundlage der Werkstatt eine Grobplanung. „Dann muss die Politik für die Umsetzung Mittel bereitstellen, bevor die Feinplanung starten kann. Die Initiative freut sich darauf, auch diese Schritte weiter zu verfolgen. Wir rechnen damit, dass ab Sommer 2013 das erweiterte Areal Schülern und Nachbarn zur Verfügung steht.“ Allerdings gilt die Einschränkung: Wenn die Auflagen zum städtischen Haushalt solche Projekte zulassen...

mk

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