Parkplatz verschwindet zunächst aus den Plänen

Offenbach - (mk) Freud‘ und Leid liegen meist dicht zusammen. Nicht in diesem Fall. Es liegen etwa 580 Meter Luftlinien dazwischen. Die sogenannte Einziehung der öffentlichen Verkehrsfläche - so heißt’s tatsächlich - Tambour-Parkplatz freut die Anlieger des Heusenstammer Wegs.

Durch ihre Straße dürften etwa bei OFC-Spielen künftig deutlich weniger Autos rollen, die einen Stadion-nahen Parkplatz suchen. Allerdings wird die Blechlawine nur verlagert in den Wiener Ring; was dessen Anwohner weniger glücklich stimmen dürfte. Der Parkplatz misst gut 8 700 m². Dort realisiert die Stadt bekanntermaßen ihr neues Sportzentrum „Wiener Ring“ und beendet so die letztlich kurze Tambour-Geschichte. Aus dem mit Haus- und Industriemüll verfüllten Kalksteinbruch wurde zunächst ein schmuckes Freibad und später eine bedenkliche Altlast.

Die Planungen sehen vor, dass auf der heutigen Abstellfläche Vereinsheime, Umkleidekabinen, Lager, ein Spielfeld und weitere Außenanlagen entstehen. Als Ersatz wird ein neuer Parkplatz am Ende des Wiener Rings gebaut. Diese Verlagerung wird laut Magistrat notwendig, um das Sportzentrum über diese Straße direkt an die B 448, Bieberer und Aschaffenburger Straße anzubinden; ans übergeordnete Erschließungsnetz. Kapazität der neuen Fläche: 240 Parkplätze, auf jeden Fall ausreichend für den Betrieb des Sportzentrums...

Vorteil der Verschiebung: Die Neubauten stehen außerhalb des Deponiekörpers, der nicht überbaut werden darf.

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