Partnersuche

Partnersuche fürs Klinikum wird teuer

Offenbach - Die finanzielle Sanierung des Klinikums Offenbach gerät für die Stadt zur kostspieligen Angelegenheit. Von Thomas Kirstein

Hohe Beraterhonorare sind sowohl fällig für die angepeilte Aufspaltung des Unternehmens Krankenhaus in eine Besitz- und eine Betriebsgesellschaft als auch für die Suche nach einem geeigneten Partner.

Stadtkämmerer und Klinikdezernent Michael Beseler hat sich vom Magistrat nun weitere 350. 000 Euro genehmigen lassen. Die Stadtverordnetenversammlung muss noch zustimmen, nachdem sie im März bereits 450  000 Euro an externen Beratungskosten bewilligt hatte, mit denen allerdings auch die von der Klinikgeschäftsführung in Anspruch genommenen Dienste der Beraterfirma McKinsey entlohnt werden müssen.

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Die neuen zusätzlichen Mittel betreffen laut einer noch nicht öffentlich gemachten Magistratsvorlage „Aufwendungen für Sachverständige, Rechtsanwälte und Gerichtskosten“. Die Stadt hatte vom Regierungspräsidenten in Darmstadt auferlegt bekommen, zusätzlich zu den internen Sanierungsbemühungen für das finanziell nur noch über den Tropf der Stadt am Leben erhaltene Klinikum ein sogenanntes Markterkundungsverfahren einzuleiten. Ziel ist, einen Partner für das Krankenhaus zu finden, wobei es offen ist, ob es sich dabei um ein privates oder kommunales Unternehmen der Gesundheitsbranche handelt.

Um bei der Suche allen juristischen Ansprüchen zu genügen und gerichtliche Auseinandersetzungen möglichst zu vermeiden, versicherte sich die Stadt Offenbach der Unterstützung der in solchen Verfahren versierten Frankfurter Rechtanwaltskanzlei Luther, die ihre Leistungen in Rechnungen stellt.

Rubriklistenbild: © Georg

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