Auf Wunsch mit Fingerabdruck

Offenbach - Ein Jahr dauerte die Vorbereitung, über die vergangenen sechs Wochen zog sich die heiße Phase: Ab dem 1. November kann der neue Personalausweis mit elektronischem Chip im Bürgerbüro beantragt werden. Von Sebastian Faerber

Ein Jahr dauerte die Vorbereitung, über die vergangenen sechs Wochen zog sich die heiße Phase: Ab dem 1. November kann der neue Personalausweis mit elektronischem Chip im Bürgerbüro beantragt werden. Viele Funktionen der jetzt nur noch scheckkartengroßen Plastikkarte stehen den Inhabern erstmals zur Verfügung. Bei Beantragung und Nutzung des Dokuments muss so einiges beachtet werden, wie im Rathaus gestern erläutert wurde.

In jede Brieftasche soll er passen und vieles vereinfachen. Das Konterfei des Besitzers ziert wie eh und je die Vorderseite. Neu ist unter anderem der Fingerabdruck, den der Besitzer optional auf der Karte speichern lassen kann. Zusammen mit dem biometrischen Bild sollen Bürger ihren Ausweis so zusätzlich vor Missbrauch schützen können.

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Eine weitere Neuerung ist die digitale Signatur. Sie wird nur freigeschaltet, wenn der Antragsteller es wünscht und soll künftig ermöglichen, sich mittels Lesegeräte und einer sechsstelligen PIN auch online auszuweisen. Etwa um Verträge abzuschließen oder im Internet einzukaufen. Die Geräte für private Nutzer sind beispielsweise in Elektronikfachgeschäften erhältlich.

Wichtig: „Nicht jeder braucht ab dem 1. November einen neuen Ausweis“, sagt Bürgermeisterin Birgit Simon. Der alte Ausweis - sofern nicht abgelaufen - tue es nach wie vor. Trotzdem kann jeder noch vor Ablauf seines alten einen neuen Ausweis beantragen. Außerdem ist es möglich, sich bis zum Starttermin des neuen Ausweises einen im altbekannten Format ausstellen lassen.

Mehr Zeit für das Beratungsgespräch

Die Gebühr für den neuen Ausweis ist beispielsweise für Antragssteller ab 24 Jahren auf 28,80 Euro gestiegen. Jüngere werden mit 22,80 Euro zur Kasse gebeten. Abschalten lässt sich die persönliche Signatur zwar kostenlos. Hingegen fällt beim nachträglichen Aktivieren eine Gebühr von sechs Euro an.

Auch müssten Antragssteller künftig mehr Zeit für das Beratungsgespräch einplanen. Bisher konnte der Sachbearbeiter alle nötigen Formalien in durchschnittlich sechs Minuten erfassen. Nun müssten die Kunden mit voraussichtlich 18 Minuten rechnen, heißt es im Rathaus.

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