ESO will Betrieb der GOAB übernehmen

Perspektive fürs Recycling

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Offenbach - Der Stadtdienstleister ESO will zum 1. Dezember das Recyclingzentrum der vor der Zerschlagung stehenden Gemeinnützigen Offenbacher Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft (GOAB) übernehmen.

Damit sollen zugleich 28 der 32 Arbeitsplätze im Recyclingzentrum gesichert werden. Nachdem der Aufsichtsrat der Stadtwerke Offenbach Holding in der vergangenen Woche dem Vorhaben zugestimmt hatte, nickte am Mittwoch auch der Magistrat die geplante Übernahme ab. Entscheidend wird sein, ob GOAB-Insolvenzverwalterin Petra Heidenfelder eine sozialverträgliche Lösung für jene findet, die nicht mit zum ESO wechseln. Es handelt sich dabei nach Angaben von ESO-Geschäftführer Markus Patsch um Verwaltungsmitarbeiter, deren Tätigkeit künftig vom ESO miterledigt werden soll. „Alle, die direkt im Recycling tätig sind, werden übernommen“, so Patsch.

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Bürgermeister Peter Schneider zeigt sich gestern trotz der noch nicht aus dem Weg geräumten letzten Stolpersteine mit der Entwicklung zufrieden und ist zuversichtlich: „Damit gelingt es uns, dass der ESO zu einer Fortführungsperspektive eines Betriebsteils der GOAB beiträgt.“ Die angestrebte Lösung sei mit dem Regierungspräsidenten erörtert, der „ebenso wie der Magistrat das Vertrauen hat, dass der wirtschaftliche Weiterbetrieb des Recyclingzentrums unter neuer Regie gut gelingen wird“, so Schneider.

„Wir sind zuversichtlich“

Das wird auch beim zukünftigen Betreiber so gesehen: „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Recyclinggeschäft auf Kurs bringen können“, meint Geschäftsführer Markus Patsch. Als regionaler Marktführer bei der Entsorgung verfüge der ESO über die notwendige Infrastruktur, Synergiepotenziale und das Fachwissen. Patsch geht davon aus, dass durch die Optimierung von Betriebsabläufen die Produktivität erhöht werden kann. Hinzu komme die Nutzung von Synergien mit Entsorgungspartnern, so dass ein positives Ergebnis zu erwirtschaften sei.

Im GOAB-Recyclingzentrum werden Elektro-Altgeräte, beispielsweise Kühlschränke, Staubsauger und Ähnliches, verwertet. Pro Jahr bereitet die GOAB derzeit an drei Standorten, zwei davon befinden sich in Offenbach und einer in Dietzenbach, 10.000 Tonnen Elektro-Altgeräte zu weiterverarbeitungsfähigem Rohmaterial auf.

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Mit der Übernahme soll sämtliches Betriebsvermögen des Recyclingzentrums an den ESO übergehen. Zudem ist beabsichtigt, die derzeitigen Hallen und Flächen, in denen die GOAB wiederverwertet, zu mieten und weiter zu nutzen.

mad

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