Landeszuschuss über 762000 Euro für neue Traglufthalle im Offenbacher Schwimmbad

„Peter, weiter so !“

Mit Förderscheck und Rettungsring kam Minister Peter Beuth (Mitte) am Mittwochabend ins Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe. Über den Zuschuss aus dem Landesprogramm „Swim“ für eine neue Traglufthalle freuten sich Bürgermeisterin Sabine Groß und Matthias Wörner, Vorsitzender des EOSC, der im Auftrag der Stadt das Bad betreibt.
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Mit Förderscheck und Rettungsring kam Minister Peter Beuth (Mitte) am Mittwochabend ins Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe. Über den Zuschuss aus dem Landesprogramm „Swim“ für eine neue Traglufthalle freuten sich Bürgermeisterin Sabine Groß und Matthias Wörner, Vorsitzender des EOSC, der im Auftrag der Stadt das Bad betreibt.

Wenn der Minister selbst den Förderbescheid samt dazugehörigem Scheck überreicht, dann darf der Anlass als ein Besonderer angesehen werden. So geschehen am Mittwochabend im Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe: Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU), der auch für den Sport zuständig ist, hatte für den EOSC, der im Auftrag der Stadt das Bad betreibt, die frohe Kunde im Gepäck, dass das Land 762000 Euro für eine neue und größere Traglufthalle dazugibt.

Offenbach - Damit ist der erste von vier Sanierungsschritten für das in die Jahre gekommene einzige Schwimmbad in Offenbach gesichert. Die Stadt wird zur Finanzierung der Luftblase rund 1,1 Million Euro beisteuern. Wie berichtet, soll die neue Halle nach derzeitigem Stand der Planungen erstmals in der Wintersaison 2022/2023 aufgebaut werden.

EOSC-Vorsitzender Matthias Wörner betonte in seiner Begrüßung, wie sehnlichst er auf den Anruf aus Wiesbaden zwecks Absprache dieses Termins gewartet habe. „Das ist nun der erste Schritt für die Zukunft des Bades“, so Wörner. Zugleich machte er deutlich, mit welchen Provisorien man in Offenbach in Sachen Schwimmbad umgehen muss: „Wir haben die Traglufthalle in diesem Sommer auch deshalb nicht abgebaut, weil zu befürchten ist, dass wir sie im kommenden Winter aufgrund ihres Zustandes nicht mehr hätten aufbauen können.“

Beuth, der ich als passionierter Tennisspieler eigentlich auf eher unbekanntem Terrain bewegte, hob zum einen die Bedeutung des Schwimmens beim Breitensport hervor, erinnerte zum anderen aber auch daran, das Land habe den Auftrag, die „Schwimmfähigkeit der Bevölkerung“ zu sichern, wo es ein hohes Defizit gebe. Mit dem 2018 aufgelegten, 50 Millionen Euro schweren Förderprogramm „Swim“ werde als entsprechende Infrastrukturmaßnahme der Erhalt von Schwimmflächen angestrebt. „Sie sind nun Teil dieses Programms“, sagte Beuth und überreichte Wörner unter Applaus nicht nur Förderbescheid und symbolischen Scheck, sondern – passend zur Thematik – auch einen Rettungsring.

Dass sich Offenbach über weitere Unterstützung des Landes zur Sanierung des maroden Bades freuen würde, machten auch Bürgermeisterin Sabine Groß (Grüne) und Parlamentschef Stephan Färber (SPD) deutlich. „Es ist toll, dass es das Förderprogramm gibt. In Offenbach ist dieses Geld mehr Wert als vielleicht andernorts“, machte Färber auf die prekäre Finanzsituation der Stadt aufmerksam. Zugleich lobte er den EOSC. Dank des Vereins könne das einzige Schwimmbad der Stadt erhalten bleiben.

Am kämpferischsten fürs Bad gab sich Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel: „Die Förderung hat Offenbach verdient“, war Dinkel überzeugt. Mit Blick auf einen weiteren Landeszuschuss für die nächsten Sanierungsschritte ermunterte der Sportkreis-Chef seinen Namensvetter: „Peter, weiter so!“

Tatsächlich sind die Anträge für eine Förderung des zweiten Sanierungsschritts, der Erneuerung von Umkleide- und Sanitärtrakt, in Vorbereitung. Wie schon bei der Traglufthalle, bei der das Antragsverfahren 2019 begann, ziehen Stadt, EOSC und die mit den in diesem Fall noch komplexeren Detail-Planungen beauftragte Stadtwerke-Tochter OPG an einem Strang.

Nimmt man die Reaktion des Ministers am Mittwoch beim Rundgang durch die ebenfalls maroden Umkleiden als Gradmesser, stehen die Chancen nicht schlecht, auch dafür Landesgeld zu bekommen: Es war ein Kopfschütteln.

Von Matthias Dahmer

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