Roländer fordern Hilfe vom Land

Wiesbaden/Offenbach - Eine Abordnung des Betriebsrates von „manroland“ und der IG Metall hat heute in Wiesbaden eine Petition überreicht. Darin fordern die Roländer Hilfe vom Land.

Die Belegschaft des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland hofft auf Hilfe vom Land: Eine Delegation des Betriebsrats und der IG Metall überreichte heute in Wiesbaden eine Petition an die Landesregierung und den hessischen Landtag, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Die Unterschriften dafür waren am Dienstag bei einer Versammlung im Werk Offenbach gesammelt worden. In der Petition werden eine aktive Begleitung des Fortführungskonzepts für den Standort Offenbach und Landesbürgschaften verlangt.

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1900 Mitarbeiter am Standort stünden in der strukturschwachen Stadt vor der Arbeitslosigkeit, heißt es darin weiter. Die Landesregierung müsse Druck auf die Anteilseigner Allianz und MAN ausüben, sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern zu stellen.

Etwa ein Dutzend Manroländer protestierte auch erneut bei der Frankfurter Niederlassung der Allianz, ohne allerdings wie geplant ein Gespräch mit hochrangigen Verantwortlichen erzwingen zu können. Nach rund zwei Stunden im Vorraum des gut gesicherten Gebäudes sei man wieder abgezogen, berichtete ein Teilnehmer.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sagte, seine Partei unterstütze die Petition in allen Punkten. Manroland produziere in Offenbach ein gutes Produkt und müsse eine zweite Chance bekommen.

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