Pfarrerin Ursula Trippel verlässt evangelische Markusgemeinde

„Ein Fels in der Brandung“

Offenbach - Die evangelische Markusgemeinde muss sich von Pfarrerin Ursula Trippel verabschieden, die nach Neu-Anspach wechselt. Für ihre Gemeinde war die 55-jährige Theologin in den vergangenen 14 Jahren so etwas wie ein Fels in der Brandung.

Sie liebt die Arbeit mit Kindern und Konfirmanden genauso wie die mit Senioren. Sie hat Seelsorge geleistet und gern Gottesdienste gefeiert. Es ist ihr gelungen, mit einer vielseitigen, lebensnahen Gemeindearbeit Menschen für die Kirche zu begeistern. „Unsere Aufgabe ist es, die Herzen der Menschen für die christliche Botschaft zu öffnen“, sagt Trippel. Verkündigung und Seelsorge sind für sie das Zentrum der Gemeindearbeit. „Wenn man die Kernarbeit sorgfältig macht, strahlt viel aus.“

Wechselt in den Hochtaunus: Ursula Trippel.

Ihre Zeit in Offenbach sei eine schöne und bewegte Zeit gewesen, sagt die Pfarrerin. Ein hohes Maß an Flexibilität habe die Arbeit an neuen kirchlichen Strukturen in Offenbach erfordert, ein Prozess, der noch nicht abgeschlossen sei, sagt Trippel. Positiv hebt sie die Kooperation der Markusgemeinde mit der Nachbargemeinde Bieber hervor, die sich bei Gottesdiensten und in der Konfirmandenarbeit bereits stabilisiert habe und weiter ausgebaut werden soll. Auch die Zusammenarbeit über Konfessionsgrenzen hinweg habe sich in den vergangenen Jahren sehr lebendig entwickelt, so Trippel. Erfrischend gelungen findet sie die Renovierung des Gemeindesaals der Markuskirche, der sehr gern besucht werde; sei es zu Geburtstagsfeiern für Senioren, zu Filmabenden oder zur Reihe „Literatur und Musik bei Wein und Kerzenschein“.

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Glück, sagt die Pfarrerin, habe sie mit den engagierten Ehrenamtlichen der Gemeinde, die unter anderem solche Veranstaltungen ausrichteten. Große Freude bereiten ihr zudem die Kinderbibelnächte. „Da wirken inzwischen ganz viele Jugendliche mit, die selbst mal als Kinder dabei waren.“ Die gebürtige Langenerin Ursula Trippel war Gemeindepfarrerin in Frankfurt-Riederwald und hatte danach das Pfarramt für Kindergottesdienstarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau inne, ehe sie in die Markusgemeinde kam.

Sie habe mit ihrem Mann gern am Buchhügel gelebt und gearbeitet, meint die scheidende Pfarrerin. Offenbach sei zwar eine Großstadt, aber immer noch klein genug, um nicht in Anonymität zu versinken. Sie bewundert an vielen Offenbachern die Bereitschaft, sich für andere einzusetzen, auch wenn es für sie selbst nicht glatt laufe im Leben. Bereits Ende November wechselt Trippel nach Neu-Anspach im Hochtaunus. Sie freue sich auf die neue berufliche Herausforderung, sagt Trippel und fügt augenzwinkernd hinzu: „Das Flair am Wilhelmsplatz werde ich vermissen – den Fluglärm eher weniger.“ Ursula Trippel wird im Gottesdienst am Sonntag, 15. November, um 14 Uhr in der Kirche, Obere Grenzstraße 90, verabschiedet. (mad)

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