Photovoltaikanlage erzeugt viel Strom

Kickers doch in der ersten Liga

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Rund 1800 Module der Photovoltaikanlage, die zum Start auf dem Stadionrasen präsentiert wurden, erzeugen inzwischen fleißig Strom auf dem Dach des Stadions.

Offenbach - Balsam für Fans und Verein haben die Offenbacher Grünen nach der ersten Saisonniederlageund den finanziellen Querelen am Bieberer Berg: Die Kickers mögen zwar sportlich weit weg von Erstklassigkeit sein, in Sachen Umweltbewusstsein haben sie aber die Nase ziemlich weit vorn.

So weisen die Grünen darauf hin, dass der OFC mit seinem Stadion in der Solar-Bundesliga spielt. Das bundesweite Ranking der Stadion-Solaranlagen wird vom Betreiber eines Internet-Solarportals herausgegeben. „Die Kickers Offenbach verbringen ihren Fußball-Alltag zwar in der Regionalliga Südwest, aber was Nachhaltigkeit angeht, spielt man erste Liga“, teilte die Fraktionsvorsitzende Susanne Schmitt mit. „Die 3 800 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage der Kickers belegt mit einer Nennleistung von 400.000 Kilowattstunden Platz sieben in der Photovoltaik-Bundesliga“.

Die Grünen freuten sich, so Schmitt, über die gute Platzierung des Kickers-Stadions und sehen sie – augenzwinkernd – auch als ein gutes Omen für die laufende Spielsaison. Die Energieerzeugung auf dem Dach des Stadions sei ein hervorragendes Beispiel für nachhaltige kommunale Energie- und Baupolitik, für die die Grünen sich schon seit den ersten Stadionplanungen am Bieberer Berg eingesetzt hätten.

Mehr als 20 Jahre lang wird die Anlage der Energieversorgung Offenbach Strom liefern, unabhängig von steigenden Energiepreisen, „denn die Sonne schickt uns keine Rechnung und die Anlage erzeugt in dieser Zeit keinen Rauch und keinen Abfall“. So lohne sich die Investition auf lange Sicht für alle Bürger. „Nur schade, dass die Erneuerbaren durch Fehlentscheidungen der Bundesregierung in Misskredit gebracht werden“, ergänzte Schmitt mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen. Ihrer Ansicht nach verursachten die Erneuerbaren Energien „keineswegs steigende Strompreise in dem Maße, wie es von der Bundesregierung propagiert wird“.

Ursache für die hohen Kosten sei in erster Linie die Fehlentwicklung bei der Befreiung privilegierter Unternehmen von der EEG-Umlage und den Netzentgelten. „Bald 3000 Unternehmen, darunter Firmen, die von Massentierhaltung leben, und Golfplätze wurden inzwischen – angeblich aus Gründen des internationalen Wettbewerbs – von der Umlage befreit. Kein Wunder, dass es für den Bürger teuer wird, wenn sich andere mit staatlicher Genehmigung aus der Verantwortung stehlen dürfen.“ 

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