Größere Büros für mehr Abstand

Neues Hochhaus am Kaiserlei – Das sind die Pläne

Vier verschiedene Varianten für das Hochhaus am Kaiserlei in Offenbach.
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Vier verschiedene Varianten für das Hochhaus am Kaiserlei in Offenbach.

Aus vier mach eins: Aus vier Varianten für ein neues, 120-Meter-Hochhaus, das am Kaiserlei in Offenbach entstehen soll, können Unternehmen momentan wählen.

Offenbach – „Wir haben vier unterschiedliche Entwürfe in Auftrag gegeben und können unseren Interessenten so vier verschiedene Gebäude anbieten“, sagt Ernst Otto Walker vom Frankfurter Projektentwicklungsbüro Walker & Walker.

Wer den Zuschlag erhält und welche Variante somit verwirklicht wird, das soll sich schon in naher Zukunft entscheiden – schließlich ist der Baubeginn für 2023 geplant, drei Jahre Bauzeit sind angesetzt. Und die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Offenbach sei groß, sagt Walker. „Offenbach ist gerade für jüngere Arbeitnehmer hip, die Einstellung der Unternehmen zur Stadt hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt“, sagt Walker. Wöchentlich kämen ihm Anfragen von Premium-Unternehmen ins Haus, die sich nach Möglichkeiten für eine Ansiedlung in Offenbach erkundigten, erklärt auch Christoph Bürkel von Walker & Walker. „Im Augenblick führen wir Gespräche mit drei großen Dienstleistungsunternehmen, und die Ansiedlung ist bereits im Prüfungsbereich.“

Offenbach: Hochhaus am Kaiserlei – Stadt braucht dringend Gewerbesteuerzahler

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) hören das gerne – schließlich benötigt die Stadt dringend weitere Gewerbesteuerzahler. Es gebe eine ganze Reihe von bedeutenden Unternehmen, die an das Kaiserlei-Gebiet glauben, sagt Schwenke. „Axa ist dort während der Pandemie gewachsen, Hyundai ist mit Konzerntöchtern dort hingezogen, Helaba, Creditplus oder Honeywell haben sich vergrößert“, sagt er.

Für das „Nordkap“ genannte Areal zwischen Nordring, Goethering und Kaiserleistraße hat der Magistrat ein neues Bebauungsplan-Verfahren eröffnet. Neben dem geplanten Hochhaus im Westen des Areals ist, wie berichtet, im Osten gegenüber des Hafen 2 das neue, CO2-neutrale Danfoss-Konzerngebäude vorgesehen. Auf dem Areal zwischen den Gebäuden sind weitere Bürogebäude sowie ein knapp ein Hektar großer Park vorgesehen. Gerade dieser sorgt bei Walker & Walker für Begeisterung: Der Park verbessere deutlich die Aufenthaltsqualität, nüchterne Bürostädte wie in Niederrad oder Eschborn seien heute nicht mehr gefragt.

Neues Hochhaus in Offenbach: „Leute möchten mit ihren Geschäftspartnern ins Grüne gehen“

„Die Leute möchten mit ihren Geschäftspartnern ins Grüne gehen und dort essen“, sagt Bürkel, ein Park sei inzwischen auch ein Faktor für Neuansiedlungen.

Zwischen 250 und 280 Millionen Euro würden in die Entwicklung des westlichen Hochhaus-Areals mit knapp 60.000 Quadratmetern Geschossfläche investiert. investiert. „Es wird das erste Hochhaus nach Corona sein“, sagt Walker, „das macht sich besonders am Grundriss bemerkbar: Man will nach der Pandemie weg von kleinen, engen Büros hin zu großen Räumen mit viel Platz.“

Offenbach: Hochhaus am Kaiserlei wird hotelähnlich

Dass, wie in der Immobilienbranche zu Beginn der Pandemie gemunkelt wurde, der Flächenbedarf sinke, sieht Walker nicht. „Der Bedarf bleibt gleich, aber der Zuschnitt verändert sich. Außerdem wird das Hochhaus eher hotelähnlich sein mit Kita, Reinigungsservice und Gastronomie.“ Die Verkehrsanbindung am Kaiserlei mit S-Bahn, Radweg und Autobahn sei ein weiterer Pluspunkt für das Gebiet, die nötigen Parkplätze sollen unterirdisch entstehen. Im Gegensatz zu anderen Entwicklern vermarkte man das Areal auch unter Offenbachs Namen und nicht, wie andere, als „Frankfurt“, meint Walker und schmunzelt.

Der Vorentwurf zum Bebauungsplan liegt vom 17. Mai bis 18. Juni im Rathaus zur Einsicht aus, corona-bedingt muss die Bürgerinformation zur Bebauung online am Donnerstag, 27. Mai, um 18 Uhr abgehalten werden (Frank Sommer)

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