ASB, EVO und Siemens kooperieren bei Kita

50 Plätze für kleine Stromer

+
900 Quadratmeter drinnen, 400 Quadratmeter draußen bietet die Kindertagesstätte.

Offenbach (mk) - Was aus einem Parkplatz alles werden kann? Eine Kita etwa. Dies ist zwar nicht ganz einfach, aber dass es funktioniert, zeigt sich an der Andréstraße.

Gegenüber der EVO-Zentrale, wo einst Besucher ihr Blech abstellten, klettern, toben, strahlen, weinen und jauchzen Kinder von Betriebsangehörigen der Firma Siemens, der Energieversorgung und aus dem Stadtteil. Kein Wunder, dass bei der Eröffnung gestern alle Offiziellen strahlen.

Die Kita mit dem sinnigen Namen „Die kleinen Stromer“ nimmt 50 Jungen und Mädchen unter drei Jahren auf. Sie steht für eine Kooperation: Die Energieversorgung hatte die Idee und stellte das Grundstück; der Arbeiter-Samariter-Bund baute das Gebäude und übernahm die Trägerschaft; Siemens Energy Offenbach unterstützte das Projekt konzeptionell.

„In der Kita können sich die Kinder mit allen Sinnen austoben“

„In der Kita können sich die Kinder mit allen Sinnen austoben“, sagt Helmut Trebus, 2. Vorsitzender des ASB. Die Themen Technik und Natur bilden auf Wunsch der beteiligten Unternehmen die Eckpunkte des pädagogischen Konzepts, nach dem die Tagesstätte arbeitet. Das großzügige Gebäude hat eine Nutzfläche von 900 Quadratmetern, dazu kommen 400 Quadratmeter Außenfläche. Genug Platz also, um die Neugierde zu fördern. Bereits der Renner: das Matschzimmer. Und das Konzept kommt bei den Eltern gut an: „Das zeigt die hohe Nachfrage nach freien Betreuungsplätzen, die mittlerweile eine Warteliste erforderlich macht.“

Nach Einschätzung des EVO-Vorstands Michael Homann gibt sein Unternehmen mit der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine gute Antwort auf die Herausforderungen des Alltags: „Wir wollen als Arbeitgeber attraktiv sein und unsere jungen Väter und Mütter entlasten. Deshalb haben wir uns für eine Kinderbetreuung auf unserem Gelände stark gemacht.“ Homann zufolge ist Familienfreundlichkeit eines mittelständischen Unternehmen keine Frage des Geldes. „Es ist eine Frage des Wollens – und letztlich eine Frage der Unternehmenskultur“, meint der Energiemanager. Für ihre Beschäftigten hat die EVO aktuell sieben Betreuungsplätze reserviert.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

In der Personalpolitik bei Siemens spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ebenfalls eine große Rolle. Siemens sei mit 900 Plätzen in betriebsnahen Kindergärten in ganz Deutschland unter den großen Unternehmen führend. „Wir in Offenbach bieten unseren Mitarbeitern 18 Plätze in der Kindertagesstätte. So können sie beruhigt arbeiten, während das Kind gut betreut ist“, erklärt Dirk Steding, Standortleiter bei Siemens Energy.

Mit der neuen Kita zeigen ASB, EVO und Siemens Verantwortung: Für Kinder aus den umliegenden Stadtteilen stehen 25 Betreuungsplätze bereit. Steding: „Wir wollen Offenbach zu einem noch attraktiveren Standort machen – da spielt Familienfreundlichkeit eine große Rolle.“ Das hört Oberbürgermeister Horst Schneider gern. Schließlich sieht er es als zentrale kommunale Aufgabe, „Erziehung und Bildung auf sichere Füße zu stellen“ – trotz schwieriger finanzieller Ausgangslage.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare