Plaueln rügt eine falsche Wortwahl

Offenbach - „Das Wort Phänomen ist nicht passend, wenn man einen hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund an unseren Schulen beschreiben will“, kritisiert SPD-Stadtverordneter Lutz Plaueln Schulamtsleiter Peter Bieniußa.

Die steigende Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund sei bereits seit langem Offenbacher Wirklichkeit und, so betont Plaueln, „auch Offenbacher Zukunft“. Bieniußa hatte in seiner Funktion bei einer Bildungsveranstaltung der CDU gesprochen.

„Ich bin erfreut, dass Bieniußa die Bemühungen und Erfolge der Koalition beschrieben hat“, begrüßt Plaueln dagegen. Tatsächlich habe man besonders Projekte ins Leben gerufen oder gefördert, die das Erlernen der deutschen Sprache präferieren. Zur kommunalpolitischen Aufgabe zähle jedoch auch, Hilfe vom Land einzufordern, um an Offenbacher Schulen bessere Lernbedingungen zu bieten. Erst kürzlich sei auf Koalitionsinitiative der Antrag „Sozialindex für die Lehrerzuweisung“ im Stadtparlament beschlossen worden.

Große Bemühungen stecke man zudem in die Verringerung der Zahl der Schulabbrecher. Auch da seien mehr Landesgelder erforderlich: „Wir brauchen mehr Schulsozialarbeiter und Jugendpsychologen an den Schulen.“ Plaueln freut sich, dass sich die lokale CDU dieses Themas angenommen habe. Er hofft, „dass sie gegenüber ihrer Landesregierung für eine Unterstützung der Offenbacher Kinder und Jugendlichen eintritt“. 

mk

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