Ehepaar betreibt Opium-Handel

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Schon im Jahr 2009 erhielten die Ermittler des K34 einen Hinweis, dass im Rhein-Main-Gebiet durch eine iranische Bande Opium (Foto) vertrieben würde.

Offenbach (ale) - Einen Erfolg gegen den internationalen Opium-Handel verkündeten am Donnerstag die Beamten des Offenbacher Rauschgiftkommissariates.

Ein bereits am Mittwoch festgenommener 37-jähriger Iraner sitzt nun in Untersuchungshaft. Schon im Jahr 2009 erhielten die Ermittler des K34 einen Hinweis, dass im Rhein-Main-Gebiet durch eine iranische Bande Opium vertrieben würde. In großen Mengen solle die Gruppierung die Droge kiloweise mit Lastwagen nach Deutschland geschmuggelt haben.

Stück für Stück erhärtete sich der Verdacht, dass ein in Offenbach lebendes iranisches Ehepaar maßgeblich die Koordination der Geschäfte übernommen hatte. Sie dürften die Drogen aus dem Iran, aber auch aus den Niederlanden übernommen haben, um sie dann in der Region mit hohem Gewinn an Abhängige, oft Landsleute des Paares, zu verkaufen.

Ehepaar in der Wohnung festgenommen

Am Mittwoch zogen die Ordnungshüter unter anderem mit drei Rauschgiftspürhunden los, um mehrere gerichtliche Durchsuchungsbeschlüsse zu vollstrecken. Dabei konnte das Ehepaar in seiner Offenbacher Wohnung festgenommen werden. In deren Domizil fanden die Beamten nicht nur weit über 300 Gramm verbrauchsfertiges Opium und knapp 100 Gramm Opium-Asche, sondern auch Beweismittel wie Feinwaagen, Drogenverpackungsmaterial und fast 1.200 Euro in „Szenestückelung“.

Ebenfalls festgenommen wurde ein 49-jähriger Iraner, der regelmäßig als Zwischenhändler größere Mengen Opium von dem Pärchen angekauft haben soll. Er und die 44-jährige Ehefrau wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Gegen den mutmaßlichen „Strippenzieher“, den 37-jährigen Ehemann, erging am Donnerstag ein Untersuchungshaftbefehl; er befindet sich bereits in einer Frankfurter Justizvollzugsanstalt.

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