Polizei-Streifen sichern die Friedhöfe

Offenbach (tk) - Die fast schon regelmäßig gewordenen Klagen von Hinterbliebenen und die Berichte unserer Zeitung darüber verhallten nicht ungehört: Der Stadtdienstleister ESO reagiert auf die zunehmenden, meist mit Vandalismus verbundenen Diebstähle auf allen fünf Friedhöfen der Stadt.

Tag und Nacht soll es nun verschärfte Kontrollen auf den Grabfeldern an der Mühlheimer Straße (Alter und Neuer Friedhof), in Bieber, Bürgel und Rumpenheim geben.

Klau und Radau auf Offenbachs Friedhöfen gibt es seit vielen Jahren, als Orte der Ruhe und des Abschieds werden sie nicht immer respektiert. Als „Tatort für kriminelle Straftäter“, wie ESO-Sprecher Oliver Gaksch formuliert, geraten sie in jüngster Zeit stärker in den Fokus. Seit März mehren sich Fälle von Diebstählen und Vandalismus. „Wir sind erschüttert über das pietätlose Verhalten und diesen traurigen Tabubruch“, klagt Gabriele Schreiber, Leiterin der Friedhofsverwaltung. Die Ganoven haben es meist auf Vasen und Grabschmuck aus Bronze abgesehen. Auch eine Grabplatte und wertvolle Statuen wurden entwendet. Kein Wunder bei den gegenwärtigen Rohstoffpreisen: Für ein Kilo Kupfer gibt’s bis fünf Euro beim Schrottler – in diesen Fällen beim Hehler.

In vier Wochen etwa 75 Diebstähle

Allein bei der Friedhofsverwaltung meldeten Angehörige in den vergangenen vier Wochen etwa 75 Diebstähle. Etwa 30 dieser Fälle wurden von Geschädigten zur Anzeige gebracht.

Bei den Kontrollen sind die Offenbacher Polizei und das Ordnungsamt mit von der Partie. Beamte laufen zu allen Tageszeiten Streife. Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung sollen verstärkt auf Auffälligkeiten achten. Friedhofsbesucher werden gebeten, Verdächtige direkt der Polizei zu melden und Diebstähle anzuzeigen.

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