Serie an Überfällen

Polizei gehen mutmaßliche Handyräuber ins Netz

Offenbach - Seit Februar ist es in Offenbach vermehrt zu Überfällen gekommen, bei denen hochwertige Handys ins Visier von Räubern geraten sind. Die Polizei hat nun zwei Männer festgenommen, die unter dringendem Tatverdacht stehen.

Nach Angaben der Polizei gelang bereits am Dienstag die Festnahme von zwei 18 und 19 Jahre alten dringend Tatverdächtigen aus Offenbach. Seit Ende Februar registrierte die Polizei einen Anstieg von Überfällen, bei denen hochwertige Handys geraubt wurden. Die Überfallopfer wurden dabei oft mit derben verbalen Drohungen aufgefordert, ihre Handys herauszugeben. Wer sich weigerte, wurde auch mal mit einem Messer bedroht, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Wie Opfer und Zeugen gegenüber den ermittelnden Beamten übereinstimmend angaben, fiel einer der Täter neben seiner stämmigen Figur insbesondere durch seine Kleidung auf: Er soll bei allen Taten eine schwarze Bomberjacke getragen haben.

Bomberjacke fiel auf

Am Dienstag ging dann bei der Polizei ein Notruf ein, dass im Lichtplattenweg ein Handy geraubt worden sein soll. Das Opfer, ein 19 Jahre alter Offenbacher, gab an, dass ihm an dem Täter eine Bomberjacke aufgefallen sei. Einer Streife fiel knapp zwei Stunden nach der Tat im Lichtplattenweg eine Person auf, welche auf die Täterbeschreibung zutraf. Und tatsächlich: Bei der Kontrolle des Mannes hatte er ein Handy einstecken, welches dem zuvor geraubten sehr ähnlich war. Im Umfeld der Kontrollstelle wurde zudem eine Bomberjacke aufgefunden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit der Person gehören dürfte.

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In der anschließenden Vernehmung bei der Kriminalpolizei zeigte sich der 18-Jährige aus Offenbach schließlich geständig. Er räumte nicht nur ein, bei bislang neun Raubstraftaten in Offenbach dabei gewesen zu sein, sondern gestand auch seine Beteiligung an weiteren sechs Überfällen in Frankfurt. Gegenüber den Ermittlern nannte er zudem auch den Namen seines mutmaßlichen 19 Jahre alten Komplizen, der im Anschluss von der Polizei vorläufig festgenommen werden konnte. Auch er räumte gegenüber den Ermittlungsbehörden seine Beteiligung an den Überfällen ein.

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Als Motiv für die Überfälle kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit der großspurige Lebenswandel des Duos in Betracht: Beide gaben an, eine Vorliebe für teuere Fahrzeuge zu haben, welche sie anmieteten. Um an das nötige Geld zu gelangen, soll das Duo die Handys bereits kurz nach den Überfällen veräußert haben. Dabei hatten es die beiden Offenbacher sehr wahrscheinlich nur auf hochwertige Mobiltelefone abgesehen. Angeblich haben die Täter die Handys ihren Opfern sogar zurückgegeben, falls es sich nur um „einfache“ Modelle handelte.

akr

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