Polizisten gehen auf die Straße

Offenbach/Frankfurt - Während die Besucher des Frankfurter Weihnachtsmarktes Glühwein und Gebäck genießen, machen heimische Polizisten Front gegen die Haushaltspläne der schwarz-grünen Landesregierung.

In der Biebergasse informieren Beamte der Polizeipräsidien Frankfurt und Südosthessen (Stadt und Kreis Offenbach sowie Main-Kinzig-Kreis) an einem Stand für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) über die möglichen Einschnitte.

So soll etwa der Arbeitgeberanteil an der Krankenkasse gesenkt und die Lohnentwicklung in den nächsten Jahren auf null bzw. einen Prozent festgeschrieben werden. „Statt Tarifverhandlungen nun Lohndiktat nach Gutsherrenart“, sagte Markus Hüschenbett, Vorsitzender der GdP Main-Kinzig. Außerdem sollen 147,5 Stellen eingespart werden. Gerade für die Polizeipräsidien Südosthessen und Frankfurt, die im Verhältnis die wenigsten Tarifbeschäftigten in Hessen haben, sei dies ein unzumutbarer Zustand. „Die fehlende Erholungszeit hat verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit“, so der GdP-Vorsitzende. „Die Kollegen sind durch die vielen Einsätze wie Fußball bei Eintracht und OFC, Blockupy oder Demonstrationen im Zusammenhang mit Salafisten oder IS stark beansprucht“, so Hüschenbett. Mit 42 Stunden habe Hessen die höchste Wochenarbeitszeit in Deutschland. Für Montag sind in Wiesbaden und Kassel Demonstrationen der GdP und der Berufsfeuerwehren Frankfurt und Offenbach geplant.

cz

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