Positive Identifikation mit der Stadt

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Gruppenbild mit Oberbürgermeister: Die „Gesichter des neuen Selbstbewusstseins“ werben nicht nur für das Einkaufszentrum, sondern für ganz Offenbach.

Offenbach - Daniel weiß genau, was Offenbach braucht: „Wasserspender!“ Der sechsjährige Friedrich-Ebert-Schüler hätte gern solche kleinen Brunnen, die auf Knopfdruck Erfrischung spenden. In der Innenstadt und auf dem Spielplatz am Main, „der so schön neu gemacht ist“. Von Thomas Kirstein

Seinen Wunsch kann er direkt dem Oberbürgermeister vortragen. Daniel gehört zu den 15 „KOMM-Stars“, den in einem aufwändigen Auswahlverfahren gefundenen Werbe-Gesichtern für das neue Einkaufszentrum am Aliceplatz.

Mit den meisten seiner Mit-Stars trifft der kleine Offenbacher am Montagnachmittag auf den Verwaltungschef. Die Offenbach-Post hat den Termin im Rathaus vermittelt, die Moderation übernimmt Maria Lang, Chefin der Frankfurter Agentur „Knallrot“, die für die Investoren Hochtief Projektentwicklung die Werbekampagne zum KOMM-Start übernommen hat.

Die Idee hinter dem Treffen mit dem OB: Beim „Casting“ hatte die Agentur Wert nicht nur Gesichter gesucht, sondern auch die mit Offenbach zusammenhängenden Ideen. Mit Bekenntnissen zur Stadt und mit bereits vorhandenem Engagement konnten die während der Offenbacher Woche oder via Internet gefundenen Kandidaten punkten. Jetzt soll es Gelegenheit geben, mit einem maßgeblich für die Stadt Verantwortlichen ins direkte Gespräch zu kommen. Die KOMM-Stars nutzen die Chance, die älteren direkt, bei den ganz jungen ergreifen die Mütter gern das Wort. So wie Sibel Kaynar, die ihre Töchter Princess (6) und Cinderella (3) begleitet: Mit Blumen und Kunst gestaltet könnten die Kreisel auf der Berliner Straße den nach Offenbach Einfahrenden ein freundlicheres Willkommen entbieten, für die vielen nicht Deutsch sprechenden Mütter in Kindergärten sollte es entschieden mehr Integrationshilfen geben.

Manche hatten Pech mit ihrem Anliegen

KOMM-Star Sieglinde Kaiser (70) berichtet von ihrem bislang an den Finanzen scheiternden Plan eines Jugendcafés. Stephanie Ludwig (48) spricht Horst Schneider aus der Seele, weil sie es prima findet, wie viele verschiedene Kulturen in Offenbach erstaunlich friedlich zusammenleben. Hans Dick (61) hätte gerne eine Plattform, auf der die vielen schönen Ecken der Stadt präsentiert werden. Frenci (16) hat Pech mit ihren Anliegen: Bessere Lehrer kann ihr der OB nicht verschaffen, für das nicht nur von ihr ersehnte Spaßbad fehlt der Stadt das Geld. „Das wird die Stadt in den nächsten Jahrzehnten nicht stemmen können“, muss Horst Schneider besonders die jungen KOMM-Stars enttäuschen.

Insgesamt kommt das Zusammentreffen im Rathaus gut an. Der OB hört zu, freut sich über Menschen, die seine Stadt ebenso positiv betrachten und vertreten wie er. Die „Gesichter des neuen Selbstbewusstseins“ finden es gut, Kontakt „sozusagen zum Vater von Offenbach“ bekommen zu haben, wie es Maria Lang formuliert. Und zum Schluss versprechen sich alle, die sich da so schön mit Offenbach identifizieren, ihre positive Grundstimmung nicht nur in der Vorphase der am 24. September anstehenden Eröffnung des Einkaufszentrums weiterzugeben.

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