Praxen wollen schließen

Offenbach/Dietzenbach (psh) ‐ Viele Patienten könnten morgen vor verschlossenen Arztpraxen stehen: Die Hausärzte wollen dann auf Gefahren für die „wohnortnahe Basisversorgung“ und die Folgen der Sparpolitik von Gesundheitsminister Philipp Rösler aufmerksam machen.

Auch im Rhein-Main-Gebiet sind zahlreiche Aktionen geplant. So werden in Offenbach am Vormittag Mediziner an einem Informationsstand vor der Apotheke „Zum Löwen“ an der Frankfurter Straße zu Fragen von Bürgern Stellung nehmen und um Unterstützerunterschriften bitten.

Dr. Eckhard Starke , Arzt in Offenbach und stellvertretender Vorsitzender der Bezirksgruppe des Hausärzteverbands: „Sicherlich werden am Mittwoch nicht alle Kollegen in der Region ihre Praxen schließen. Aber wir werden einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie es in zehn Jahren aussehen könnte, wenn die Zahl der Praxen weiter so schnell sinkt.“ Noch drastischer formuliert es Dr. Reinhold Jerwan, Mediziner in Dietzenbach: „Erst wenn der letzte Hausarzt in Pension gegangen ist, wird der Staat merken, dass Politiker keine ,Erste Hilfe’ leisten können.“

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