Prinzip des Kreiseziehens

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Nutzen, was man weiß, kann, kennt: Der hiesige „Ladie’s Circle“ hat sich gegründet, um Menschen zu helfen. Unter anderem wollen sich die Frauen gegen Kinderpornographie und für Diabetiker einsetzen.

Offenbach - Sozial engagieren wollte sich Anna Bunting aus Bad Homburg schon. Dass der Einsatz einer Einzelnen Kreise bis nach Südafrika ziehen kann, war der jungen Beraterin einer internationalen Firma aber zunächst nicht bewusst, als sie das Internet zu durchstöbern begann. Von Leah Junck

Mittlerweile ist sie Präsidentin eines so genannten Ladie’s Circle, einem Bund für Frauen, denen man im Guten ein Helfersyndrom unterstellen darf.

Das Rhein-Main-Gebiet umfassend, ist er einer von 700 in Deutschland und wurde kürzlich im Offenbacher „Salon zur Petra“, als Tisch Nummer 69 in der bundesweiten Zuordnung, offiziell und feierlich eingegliedert.

Heute feiern die elf Frauen ausgelassen – Männer sind in dem Klub nicht zugelassen, genauso wenig wie Frauen unter 18 und über 45 Jahren. Die nach Spaß oder Fitness klingende Truppe findet sich allerdings aus einem anderen Grund zweimal monatlich zusammen. Sie verfolgt ernsthafte Ziele. Unter anderem wollen sich die Frauen gegen Kinderpornographie und für Diabetiker einsetzen. Und das bedeutet Tatkraft: „Spenden im Freundes- und Bekanntenkreis sammeln, bei Benefizläufen mitmachen und natürlich Kontakte und Fertigkeiten aus dem Berufsleben nutzen. Das gehört alles dazu“, erklärt Anna Bunting.

200 Kinder mit Suppe versorgen

Deswegen werde darauf geachtet, dass nicht nur die besten Freundinnen als Mitglieder akquiriert werden, sondern vor allem diejenigen, die dem Verein aufgrund ihrer Berufe den größten Nutzen bringen. Das Besondere an den Zirkeln für engagierte Frauen sei eben jenes Prinzip des Kreiseziehens.

Birde Lonsdorfer beispielsweise ist Mitbegründerin des Vereins „Child Care“. Der hat es sich zum Ziel gemacht hat, eine warme Mahlzeit pro Tag für (AIDS-)Waisen, Kinder armer Familien und Straßenkinder in Beaufort West in Südafrika zu organisieren – und versorgt mit seiner Suppenküche derzeit etwa 200 Kinder.

Die dafür nötigen 15 Euro pro Tag treiben die elf Rhein-Main-Ladies im Freundes-, und Bekanntenkreis auf. Präsidentin Anna Bunting findet diese Zahlen verblüffend. Mit der Mitgliederzahl ist sie jedoch noch lange nicht zufrieden. Sie will noch mehr hilfsbereite Frauen in ihren Zirkel aufnehmen, um noch mehr zu bewirken.

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