Private Progenius-Schule expandiert

Fachoberschule ab Herbst

Offenbach - Ab dem Schuljahr 2016/2017 bietet die private berufliche Schule Progenius in Offenbach eine Fachoberschule an.

Die Schule in der Organisationsform A – das bedeutet, der erste Abschnitt der zweijährigen Ausbildung wird in Teilzeit, der zweite in Vollzeit unterrichtet – ist auf die Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung ausgerichtet. Schüler mit mittlerer Reife können an der neuen Fachoberschule dann innerhalb von zwei Jahren ihre Fachhochschulreife mit wirtschaftlichem Schwerpunkt erlangen, die sie zum Studium berechtigt. Die neue Fachoberschule befindet sich im dritten Stock des KOMM-Centers, am bisherigen Sitz der Progenius-Schule, und wird in diese integriert. Vor zwei Jahren gründete sich in den Räumen eine private Berufsschule, die im Feld Einzelhandel ausbildet. Zukünftige Einzelhandelskaufleute und Verkäufer lernen in der staatlich genehmigten Schule ihr Handwerk. Geleitet wird der Offenbacher Standort von Albrecht Bruch-Knauf.

Die private sogenannte Ersatzschule richtet sich nach eigener Ausgabe an Schüler, „die sich in kleineren, überschaubaren Einrichtungen besser aufgehoben fühlen“. Zudem wirbt Progenius mit direktem Kontakt zu Lehrkräften und Schulleitung und einer modernen Ausstattung. In allen Unterrichtsräumen sollen demnach elektronische Tafeln und für die Schüler Notebooks zur Verfügung stehen.

Klassisch und modern: Die besten Spick-Methoden

„Die Schule betont das Verbindende und nicht das Trennende“, heißt es von der Geschäftsführung; Ausgrenzung finde nicht statt. Zum Konzept der Schule gehört denn auch, dass anstelle des Religionsunterrichts ein gemeinsamer Ethikunterricht angeboten wird. Wer sich zum Unterricht anmeldet, muss eine einmalige Gebühr in Höhe von hundert Euro bezahlen. Die erhebe Progenius, um den Bearbeitungsaufwand zu decken und von mehrfachen Anmeldungen abzuschrecken. Schuldgeld wird hingegen nicht fällig. Die Schule in privater Trägerschaft des gemeinnützigen Instituts für Berufsbildung Dr. Engel GmbH (ifb) finanziert sich nach eigenen Angaben durch Landesmittel. Mit diesen bezuschusst Hessen Ersatzschulen in freier Trägerschaft.

  • Am Dienstag, 16. Februar, veranstaltet die Progenius-Schule (KOMM, Aliceplatz 11, Seiteneingang 3. Stock) ab 19 Uhr einen Infoabend für interessierte Schüler.

jrd

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