Projekt in Rumpenheim

Poesie auf der Hauswand

+
Das politisch motivierte Projekt startet im August 2018 und wird sich bis 2020 (Jubiläumsjahr 1250 Jahre Rumpenheim) weiterentwickeln. Die Statements an den Hauswänden werden sich wie ein roter Faden durch den Ort ziehen.

Rumpenheim - Wo gibt es künstlerische Ideen und Projekte, die dazu beitragen, Menschen aus unterschiedlichen Lebensbereichen mit den Mitteln der Kunst zusammenzubringen und das Miteinander zu stärken? Das war die Kernfrage eines Wettbewerbs der Stiftung Citoyen.

Mehr als 50 beispielgebende Initiativen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet haben sich beworben, den dritten Rang (dotiert mit 1500 Euro) belegt die Initiative Kunst. Ort. Rumpenheim. mit ihrem politisch motivierten Projekt „Hauswandpoesie“. Unter dem Motto: „Kunst schafft’s – ein Preis für kreatives Miteinander“ hatte die Frankfurter Stiftung Citoyen in diesem Jahr ihren Preis für Bürgersinn ausgeschrieben. Bei der festlichen Verleihung in den Räumen der Bethmann Bank Frankfurt wurden alle nominierten Initiativen vorgestellt und die drei Hauptpreise bekannt gegeben und überreicht. Christine Lüders, ehemalige Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, ist Patin des diesjährigen Preises und hielt die Laudatio.

Kunst.Ort.Rumpenheim gewann mit dem Projekt „Hauswandpoesie“ den dritten Preis. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, mit Kunst und Kulturarbeit den Stadtteil zu stärken und das Miteinander der Bürger zu gestalten. Mit der „Hauswandpoesie“ will die Initiative Bewohner, Kunstschaffende und Handwerker in Rumpenheim aktivieren und dazu bringen, Türen zu öffnen, sich zu engagieren und auf individuelle Weise Stellung zu beziehen. Ab Sommer will man politisch motivierte Aussagen gegen „Rechts“ sichtbar an mehrere Häuserwände im Stadtteil bringen, um zu Toleranz und Offenheit aufzurufen und zum Nachdenken anzuregen.

Street Art in Stadt und Kreis Offenbach: Bilder

„Es handelt sich um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Künstlern im Dialog mit Rumpenheimern“, formuliert die stellvertretende Vorsitzende Petra Maria Mühl. Dem Verein geht es um die „Sensibilisierung der Menschen, um das Türöffnen und Mitmachen.“ Hausbesitzer werden ihre sichtbaren Hauswände zur Verfügung stellen und mitentscheiden und kreieren, welcher „Spruch“ oder Satz zu ihnen passt. Die Aussagen werden dann rein typografisch auf den Punkt gebracht. „Sie werden zu Hauswandpoesie.“

An dem Projekt beteiligt sind ideengebend die Künstlerin Anja Hantelmann, die Künstlerin Petra Maria Mühl für die typografische Gestaltung, die Lyrikerin und Schriftstellerin S. Katharina Eismann mit Wort und Poesie und der Künstler und Schriftsteller Frank Witzel in sprachlicher und redaktioneller Mitarbeit. (mk)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare