Prozess vor Schöffengericht

Drogendealer sieht sich als Opfer

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Offenbach - Für vier Jahre und zwei  Monate schickte das Offenbacher Schöffengericht einen 26-jährigen wegen Drogenhandels hinter Gitter. Ein Jahr und vier Monate davon stammen aus einer Verurteilung durch das Landgericht Darmstadt.

Dass es zur jetzigen Verhandlung kam, ist der Hartnäckigkeit von Beamten des Offenbacher Kommissariats 34 zu verdanken. Die observierten ihn Tag und Nacht, bis sie ihm die Geschäfte mit Rauschgift nachweisen konnten.

Nach zwei Jahren kann der selbst abhängige Mann aus der Haft in eine von ihm selbst beantragte Therapie wechseln. Wie Richter Manfred Beck berichtet, hat sich der nun ehemalige Dealer äußerst reuig gezeigt und vieles zugegeben: Ja, er sei schon ein übler Kerl, habe Leute süchtig gemacht, um Geld zu verdienen. Aber er sei auch ein Opfer, erklärte er, nämlich von noch größeren Dealern – einem Kreis, der Jugendliche in Discos dazu verführe, mal was auszuprobieren. Jetzt, so klagte er, sei er ganz unten angekommen, könne im Knast seine Mutter gerade mal eine halbe Stunde im Monat sprechen...

Zum Verhängnis war ihm auch geworden, dass er und seine Freunde sich die Marihuana-Ernte aus einer Lagerhalle in Mühlheim aneignen wollten – geschätzter Wert 500.000 Euro. Ansonsten hatte der 26-Jährige „Gras“ für mehrere tausend Euro vertickt, fuhr ohne Führerschein Auto und besaß große Mengen Dopingmittel für den Muskelaufbau. 

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tk

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