Publizierter Klimawandel

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Respekt-Herausgeber Peter Heßler mit der vierten Ausgabe seines Offenbacher Magazins, für dessen Konzept sich schon andere Städte interessieren, wie er sagt.

Offenbach - Es gilt, den Spagat zu schaffen zwischen dem Appetit-Machen und dem Nicht-Zuviel-Verraten auf und über ein Magazin, das seinesgleichen sucht in der Republik. Von Matthias Dahmer

Die neue, die vierte, Ausgabe von „respekt OF“ ist da. In einer Auflage von 1 500 Stück und auf 102 aus edlem Papier bestehenden Seiten bietet Herausgeber Peter Heßler erneut Offenbacher Köpfe aus Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport. „Menschen, die eher bereit sind, zu geben statt zu nehmen. Geschichten, die dazu beitragen sollen, dass sich ein anderes Klima in Offenbach entwickelt“, formuliert der Macher bei der Vorstellung der neuen Ausgabe im Klingspormuseum.

Und so finden sich in dem zum Preis von zehn Euro in allen Offenbacher und einer Frankfurter Buchhandlung zu erwerbenden Magazin Leute wie etwa Ernst Buchholz, ehemaliger Leiter der Stadtbücherei, kauziger Bayer und Jazzer. Der – Eigenlob am Rande – frisch gebackene freie Mitarbeiter unserer Zeitung wurde vom ehemaligen OP-Kulturchef Klaus Ackermann porträtiert. Wie überhaupt zahlreiche Artikel im neuen Respekt aus der Feder ehemaliger und aktueller Redakteure der Offenbach-Post stammen.

Sie alle bieten unterhaltsamen, informativen Lesestoff, stellen „interessante, vernünftige Leute vor, die nicht immer im Fokus stehen“, wie Peter Heßler sagt. Dazu gehören die den Einband zierenden T-Raum-Künstler Sarah C. Baumann und Frank Geisler ebenso wie der in Offenbach lebende FAZ-Mitherausgeber Dr. Günther Nonnenmacher und Fechtsport-Ikone Hans Hubert.

Die vierte Auflage von „respekt OF“ bringt Kickers-Ehrenpräsident Waldemar Klein groß raus. Lothar R. Braun schreibt in ihr über alte Offenbacher Kneipen und den Bürgeler Reichstag. Und in der Rubrik „Leute, von denen die man spricht“ finden sich zum Beispiel der Ehrenbürger Dr. Bruno Knapp, Ausländerbeiratsvorsitzender Abdelkader Rafoud oder Box-Club-Nordend-Initiator Wolfgang Malik.

Zu den von Peter Heßler leicht veränderten Strukturen des neuen Heftes gehört die Seite „Menschen, die Positives in Bewegung bringen“ – kurze Statements und Fotos von Machern und ihren Vorhaben.

Dem Zwang geschuldet, „respekt OF“ finanzieren zu müssen, ist der Platz für die „kleine, feine Annonce“. Für 300 Euro kann dort mit sprachlichem Stil geworben werden.

Was die Finanzierung des anspruchsvollen Magazins angeht, findet Heßler deutliche Worte: „Wir müssten eigentlich einen Sponsor haben oder eine Stiftung gründen. Sonst ist das Projekt gefährdet.“ Alternativ sieht der Herausgeber die Stadt in der Pflicht.

Schließlich lässt sich mit „respekt OF“ trefflich werben, wie ein sich im Glanz der neuen Ausgabe sonnender OB Horst Schneider beschreibt. Auswärtigen Wirtschaftsvertretern habe er das Heft in den vergangenen Tagen schon in die Hand gedrückt, seiner Frankfurter Amtskollegin Petra Roth nehme er am nächsten Sonntag 50 Exemplare mit.

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