Impfzentrum pünktlich startklar

Offenbach: Vorbereitungen in Stadthalle fast abgeschlossen

So sieht es drinnen aus: Die sogenannten Impfstraßen nehmen Form an.
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So sieht es drinnen aus: Die sogenannten Impfstraßen nehmen Form an.

Noch wird an der Waldstraße gewerkelt. Doch zum morgigen Freitag soll das Impfzentrum in der Stadthalle, eines von hessenweit 28, startklar sein. Wann die Impfungen tatsächlich beginnen, wird vom Land Hessen festgelegt, sobald ein Impfstoff verfügbar ist.

Offenbach - Die Impfung an sich ist freiwillig und kostenlos. Wer als erstes die Möglichkeit zum Impfen erhält, wird seitens der Ständigen Impfkommission des Bundes festgelegt. Wer sich in der Stadthalle impfen lassen möchte, braucht dafür also grundsätzlich eine Einladung.

Wenn es dann tatsächlich losgeht, kommen die zu Impfenden mit ihrer offiziellen Einladung, ihrem Impfausweis und einem gültigen Ausweis zur Stadthalle. Im Foyer werden an einem Empfangsschalter die Einladung und Identität abgeglichen und die jeweilige Person einer der sechs farblich gekennzeichneten „Impfstraßen“ zugeordnet. Ein beschildertes Einbahnstraßen-System lotst die zu Impfenden dann in einen auf der Tribüne eingerichteten Wartebereich; für mobilitätseingeschränkte Menschen wurde ein barrierefreier Bereich in der Halle eingerichtet. Nach Aufruf ihrer Nummer geht die Person in die farblich zugeordnete Impfstraße. „Um auf alle individuellen Fragen einzugehen, steht an jeder Impfstraße ein Koordinator bereit“, betont Marcel Reuter, der als Mitarbeiter im Aufgabengebiet Katastrophenschutz der Feuerwehr die operative Leitung beim Aufbau des Impfzentrums vor Ort hat.

Letzte Vorbereitungen: THW-Helfer zimmerten gestern Rampen, um das Impfzentrum in der Stadthalle barrierefrei zugänglich zu machen.

Jede Impfstraße besteht aus fünf Einzelkabinen, in denen medizinisches Fachpersonal die Offenbacher impft. Hinzu kommt eine Besprechungskabine, in denen ein ärztliches Anamnese-Gespräch geführt werden kann. Nach dem Pieks in den Oberarm und der Dokumentation im Impfausweis verlassen die Geimpften die Stadthalle über den ausgewiesenen Ausgang. Falls wider Erwarten gesundheitliche Probleme auftreten sollten, steht auch ein Sanitätsbereich zur medizinischen Versorgung bereit.

Neben dem Impfzentrum in der Stadthalle gibt es mobile Impfteams, die zum Beispiel Alten- und Pflegeheime besuchen. „Gerade den Bewohnerinnen und Bewohnern dieser Einrichtungen ist es nicht zuzumuten, den Weg ins Impfzentrum auf sich zu nehmen“, erläutert Niko Kern, der bei der Feuerwehr das Aufgabengebiet Katastrophenschutz leitet.

Um den Impfstoff direkt nach der Ankunft ordnungsgemäß lagern und aufbereiten zu können, entsteht in der Stadthalle ein eigener Apothekenbereich. „Hier unterstützt uns die Schwanen-Apotheke als lokaler Partner sehr gut“, so Reuter.

Betreiben werden das Impfzentrum externe Dienstleister. In der Stadthalle selbst werden täglich mehr als 100 Mitarbeiter in zwei Schichten im Einsatz sein. Gesucht werden noch medizinisches Fachpersonal für die Impfungen und Verwaltungskräfte, die beim Empfang unterstützen.  mad/pso

Infos im Internet

www.helfer.fwof.de/

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